3 Tipps zum Kleiderschrank ausmisten: Der Test für deine Garderobe

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Jeder kennt sie, jeder hat sie – die Sorgenkinder unserer Kleiderschränke. Es sind jene Teile, die wir vielleicht nur halbherzig, im Anflug einer Sale-Wut oder im Zustand geistiger Umnachtung gekauft haben und jetzt im Kleiderschrank vor sich hin vegetieren. Seien wir mal ehrlich, wir greifen oft immer wieder zu den gleichen Teilen haben irgendwann vor lauter Klamotten gar nichts mehr zum Anziehen. Und wofür hat man während einer Pandemie besonders viel Zeit? Fürs Kleiderschrank ausmisten.

Im Prinzip wisst ihr schon, wie ihr das anstellen müsst, aber ich habe da eine besondere Technik entwickelt, die mich seit Jahren vor dem Überquellen meiner Garderobe schützt. Hier kommen meine besten Tipps für einen gut sortierten Kleiderschrank – durch Frau Dr. Sprott geprüft und mit dem Fashion-Prädikat ausgezeichnet. Müssen also richtig gut sein.

5 Tipps zum Kleiderschrank ausmisten

Tipp Nr. 1 #Sorgenkindoutfits

Mir kam letztens eine Idee, wie ich meine Schrankleichen noch mehr auf die Probe stellen könnte. Denn grundsätzlich bin ich im Aussortieren schon recht gut. Aber es gab sie dennoch, die vielleicht zu unrecht verstaubenden Stücke, die immer weiter die Schublade nach hinten wandern. Stelle dir folgende Fragen:

  • Sind sie wirklich Sorgenkinder oder verdienen sie nicht doch eine zweite Chance?
  • Woran liegt es, dass sie zu einem Sorgenkind geworden sind? (Passform, Farbe, fehlende Kombinationsmöglichkeiten, Geschmack, Zustand)
  • Besitzt du nach all der Zeit vielleicht jetzt etwas, das die Kombination erleichtert?
  • Kannst du es noch weiterverkaufen oder eher spenden/wegwerfen?

Nimm dieses Kleidungsstück in die Hand und schau es dir genau an. Welche Erinnerungen verbindest du mit ihm? Spricht es dich an? Willst du es noch mal probieren? Stelle dir nun selbst die Herausforderung, diesem Stück eine zweite Chance zu geben und trage es einen Tag lang. Finde ein Outfit, in dem es sich integrieren lässt und sammle über den Tag verteilt Erfahrungen damit, warum es keiner deiner Kernstücke geworden ist. Am Abend bist du schlauer und kannst vor allem entscheiden, ob du ihm unrecht getan hast oder der Tag doch gar nicht so schlecht war.

Zusammen kreativ werden

Diese Technik habe ich #Sorgenkindoutfits genannt und auf Instagram haben sich sogar schon mehr Mädels aus dem Netzwerk der Challenge angeschlossen. Dieser Artikel wird zum Beispiel von einem meiner liebsten Sorgenkinder-Looks gefeatured. Der grüne Plisseerock hat förmlich fast ein Dreiviertel Jahr auf seinen Einsatz warten müssen und jetzt liebe ich ihn umso mehr!

Zusammen mit meiner mediven® 550 in grau ist hier ein toller Look entstanden, der den eher neutralen Farbton mit einer pastellenen Frische aus der Reserve lockt. So wird selbst ein ruhiges Grau zu einem richtigen Frühlingsboten und herrlichen Sommerbegleiter.

Ich verblüffe mich selbst bei dieser Herausforderung, weil ich nie dachte, dass meine Sorgenkinder am Ende doch gar nicht so übel waren. Bei der heutigen Fast Fashion-Bewegung genau das richtige Zeichen gegen die Verschwendung.

Auf auf, mach es uns nach. So macht Kleiderschrank ausmisten doch irgendwie Spaß und vor allem kreativ!

Tipp Nr. 2 Keine Doppelgänger bitte

Hand aufs Herz, wieviele Doppelgänger verstecken sich in deinem Kleiderschrank? Ich habe in den letzten Jahren eine Sache festgestellt: du brauchst nicht unbedingt das gleiche Kleidungsstück in drei Ausführungen. Lege ruhig alle weißen Tshirts einmal auf einen Haufen. Wenn du irgendwann eine Leiter für das Stapeln benötigst, könnten es zu viele sein. Aber welche Stücke behält man nun und welche gibt man weiter?

Die japanische Ordnungs-Königin Marie Kondo hat es wunderbar gelehrt und ich kann ihr nur beipflichten. Ein Kleidungsstück muss dir pure Freude bringen. Nimm es in die Hand und spüre es zwischen den Fingern.

  • Magst du seine Qualität?
  • Fühlst du dich in ihm richtig wohl und gut?
  • Löst es bei dir ein kleines Glücksgefühl aus?
armkompression lipödem lymphödem mediven 550

Wenn du diese Fragen mit nein beantwortest, hast du dir doch eigentlich schon selbst deine Antwort gegeben oder? Behalte nur Kleidung, die dich glücklich macht. So kann auch kein Stück mehr in der Ecke versauern, weil du immer etwas anderes im vorziehen wirst.

Tipp Nr. 3 Ein Teil kommt, ein Teil geht

Ein Projekt, welches quasi Lebenslang nach dem Kleiderschrank ausmisten laufen sollte, ist das Prinzip „einer kommt, einer geht“. Das bedeutet, mit jedem Teil, welches du neu in deine Garderobe integrierst, muss ein altes weichen. So kannst du verhindern, dass du irgendwann wieder auf den jetzigen Ausgangspunkt zurückfällst und von Vorne beginnen musst.

Es gibt sogar den Ansatz einer „Capsule Wardrobe“, welche den Gedanken verfolgt, dass man deutlich weniger Kleidungsstücke besitzt und alle Teile aus der Garderobe miteinander kombinierbar sind. Das hat den Vorteil, dass die Outfits ganz fix kreiert sind, könnte aber auf lange Sicht gesehen etwas eintönig werden. Das kommt ganz auf dein Ziel an.

Reduziere deine Garderobe auf die wesentlichsten, wichtigsten und beliebtestes Kleidungsstücke und bleibe bestenfalls bei dieser Anzahl von Stücken. Kaufst du etwas neues, lasse etwas altes in neue Hände weiterziehen und jemand anderen neue Freude schenken. Es ist immer wieder schön, wenn sie ein neues Zuhause bei Freunden finden.

Dein perfektes Projekt für April-Wetter-Corona-Tage

Mein nächstes Kleiderschrank ausmisten steht schon bevor und es wird herrlich befreiend sein, wieder etwas leichter zu werden und vor allem die großen Favoriten meiner Garderobe viel schneller griffbereit zu bekommen. Mach mit, werde dir deinem Kleidungskonsum bewusster und zeig uns deine kreativen #sorgenkindoutfits!


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kleiderschrank ausmisten tipps

Dieser Artikel ist in Kooperation mit Medi entstanden.
Bilder: Michaela Kern

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Author: Caroline Sprott

Ich bin Caroline, 1989 geboren und wohne in Augsburg. Warum habe ich den Lipödem Mode-Blog ins Leben gerufen? Am Anfang meiner Diagnose stand ich völlig hilflos vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt, einige Jahre später, habe ich durch die aktive Anteilnahme in Selbsthilfegruppen und viel Recherche einen Erfahrungsschatz ansammelt, den ich gerne an einem Ort gebündelt anderen Betroffenen zugänglich machen möchte – ohne den Umweg über private Gruppen bei Facebook. Die modische Komponente ist natürlich meinem Hobby geschuldet. Ich versprach mir damals selbst, mich niemals von der Kompressionsbestrumpfung einschränken zu lassen. Diese Einstellung macht anderen Patientinnen Mut und so riet mir Michaela dazu, einen Blog ins Leben zu rufen.

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