Abnehmen mit Lipödem – 30 kg leichter

Abnehmen mit Lipödem

Manchmal werde ich für meine schlanken Beine und die tolle Figur gelobt. Solche lieben Komplimente hört jede Frau gern, aber welcher Aufwand hinter dem Abnehmen mit Lipödem steht und dass ich immer noch 20 Kilo vom Normalgewicht entfernt bin, davon möchte ich heute erzählen. Zu meiner Diagnosengeschichte muss ich einen separaten Artikel schreiben, sonst wird das zuviel auf einmal.


2009 …

… sah ich eines Abends nach dem Duschen in den Spiegel und sah, was mein Gewissen schon einige Jahre ignorierte. Das, was ich da sah, mochte ich nicht und entsprach auch nicht dem, was ich sein wollte. Früher war ich mal sportlich, habe Volleyball gespielt, bin den ganzen Tag Inline Skates gefahren und trotzdem durch mein Essverhalten immer dicker geworden. Je weniger ich mich bewegte, desto dicker wurde ich. Logische Konsequenz. Und da war ich nun, auf dem Höhepunkt meiner Fettleibigkeit und todunglücklich. Und zwar war ich endlich so unglücklich, dass der Wille, etwas daran zu ändern, größer war, als die Faulheit, einfach so weiterzumachen. Ich bin 1,81 m groß und wog zu dem Zeitpunkt 126,6 kg. Diese Zahl auf der Waage werde ich meinen Lebtag nicht vergessen.

Es musste ein Plan her, eine Routine. Denn ohne Plan esse ich einfach zuviel. Also begann ich mit einer Tasse Müsli morgens und Mittags eine Suppe und Abends weiß ich es mittlerweile gar nicht mehr. Es hat auf jeden Fall geholfen, ganz bewusst erstmal mich zu zügeln und dem Körper einen Startschuss zu geben. Nach ein paar Monaten und 10 Kilo weniger habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet und dort begonnen, Sport zu treiben.

2010 …

… lernte ich meinen jetzigen Mann kennen, der mich auf den nächsten 10 Kilo weniger begleiten sollte. Mein Konzept war im Prinzip, 10 Kilo abzunehmen und diese eine Zeit lang zu halten, bis der nächste Motivationsschub kam. In diesem Jahr wurde auch die Diagnose gestellt, dass ich am Lipödem leide und begann mit dem Tragen der Kompressionsstrumpfhose.

Damals wusste ich noch nicht, auf welche Ernährung man als Betroffene achten sollte, finde ich bis heute ein unglaublich verworrenes Terrain. Ich habe die leise Befürchtung, dass es keine perfekte Lipödem-Ernährung gibt, außer die alte Leier, sich ausgewogen und gesund zu ernähren.

2011 …

… fing ich an, mich nach dem Prinzip Nicht mehr als 30g Fett am Tag zu ernähren, egal ob Kohlenhydrate oder eiweißhaltige Kost. So schaffte ich es irgendwann 2012 endlich unter die 100 kg-Grenze, welche jedoch nicht lange anhielt und schnell wanderte ich auf diese grausamen 102-104 kg, die mich bis heute heimsuchen sollten.

2014 …

… fuhr ich zur Reha und ging dort quasi zurück zu meinen Wurzeln, denn wieder nahm ich merklich am besten ab, als ich schlichtweg die Hälfte von dem aß, was ich eigentlich essen würde. Und das ist genau das, was wahrscheinlich vielen Frauen bekannt vorkommen wird. Ich habe das Gefühl, unsere Stoffwechsel sind schlichtweg so mies und langsam, dass wir mit deutlich weniger essen auskommen sollten, um abnehmen oder wenigstens das Gewicht halten zu können.

Normalerweise bedeutet wenig zu essen eigentlich der sichere Weg in den Jojo-Effekt. Aber die Kunst besteht theoretisch darin, auch bei den kleinen Mengen zu bleiben oder einfach eine große Menge von möglichst kalorienarmer Lebensmittel zu sich zu nehmen, aber wem macht das schon Spaß. Wovon von vielen Seiten bisher schon deutlich abgeraten wurde, ist die Eiweiß-Diät im ausgeprägtem Ausmaß. Das heißt, für eine Woche zum Stoffwechsel ankurbeln kann das ja nicht schaden. Aber über Monate ausgeführt ist das Risiko groß, dass das durch die Lymphflüssigkeit nicht abgetragene Eiweiß die Zellen verklebt und so für noch schlimmere Beschwerden sorgen kann.

Eine wichtige Lektion

Einer der wichtigsten Lektionen aus meiner Reha, die ich unbedingt umsetzen wollte, war, dass Obst nicht unendlich gesund ist. Die Faustregel, an die man sich halten sollte, lässt sich auch einfach verinnerlichen: Zwei Portionen Obst am Tag, die in die hohle Hand passen. Somit seid ihr auf der sicheren Seite, nicht am Ende eines schönen Sommertages mit dem Tagesgehalt an Zucker durch 6 Pfirsiche zu gelangen.

Zusammenfassend gilt, dass man für das Abnehmen mit Lipödem immer ein Konzept braucht. Merkt euch, welche Gerichte für welche Tageszeit am besten für euch funktionieren. Für manche sind Smoothies eine willkommene Abwechslung, andere brauchen eine Scheibe Brot oder eine Tasse Müsli. Zum Mittag esse ich zum Beispiel sehr gerne rote Linsen mit Avocado und Ziegenkäse, ganz einfach wäre auch ein Schälchen Vollkornnudeln. Abends ist dann das eiweißreiche Gericht geschickt, da es im Schlaf besser verwertet werden kann. Wer also mag, kann Abends den Joghurt, Magerquark oder Fisch essen und dann mit einem guten leichten Gefühl ins Bett gehen. Soviel zur Theorie.

Abnehmen mit Lipödem – Fazit

Und jetzt atmen wir alle einmal tief durch, denn ich habe für die ersten 30 Kilo sage und schreibe 5 Jahre gebraucht. Das hat seine Zeit gedauert, denn ich hatte schlichtweg keine Lust, mir alles zu verkneifen und auf den Genuss zu verzichten. Keiner von uns ist auf der Flucht, also lasst euch Zeit mit eurer Gesundheit.

Die unangenehmste Wahrheit an dem Ganzen wird wohl sein, dass der einfachste Weg abzunehmen Bewegung ist. Denn man kann, wenn man möchte, alles essen. Man muss nur dementsprechend für einen sportlichen Ausgleich sorgen. Und wenn dann die kleinen Muskeln wachsen, man die Spannung im Körper fühlt, dann versteht man diese tierisch sportlichen Menschen auch. Denn sobald die Gewichte hoch gehen, sieht und spürt man, dass man seinem Ziel näher gekommen ist.


Oldie but Goldie

Da war sie. Die uralte Leier, die keiner so wirklich gern hört, sich aber schon immer bewert hat. Ausgewogene Ernährung, Routine und regelmäßiger Sport. Keine Magie, keine Wundermittelchen, keine Shakes. Motivation, Spaß an den Ergebnissen und eine gute Freundin für den Schweinehund, das war mein Erfolgserlebnis. Auf die nächsten 20 Kilo! Denn dann hätte ich endlich mein heiß ersehntes Normalgewicht. Und wenn es nicht klappt, dann bin ich mit 10 Kilo weniger auch zufrieden. Und wenn ich da nicht hinkomme, bleibe ich einfach, wo ich bin und genieße mein Leben. Ich lasse es mir doch von Schönheitsidealen nicht mies machen.

Das war sie nun, meine Geschichte zum Abnehmen mit Lipödem. Habt ihr schon trotz Lipödem geschafft abzunehmen und wenn ja, wie viel und wie?

Liebe Grüße
Handschrift

lipoedem-mode-outfit-lila caroline sprott

Author: Caroline Sprott

Ich bin Caroline, 1989 geboren und wohne im Mittelhessischen Wetzlar. Warum habe ich den Lipödem Mode-Blog ins Leben gerufen? Am Anfang meiner Diagnose stand ich völlig hilflos vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt, einige Jahre später, habe ich durch die aktive Anteilnahme in Selbsthilfegruppen und viel Recherche einen Erfahrungsschatz ansammelt, den ich gerne an einem Ort gebündelt anderen Betroffenen zugänglich machen möchte – ohne den Umweg über private Gruppen bei Facebook. Die modische Komponente ist natürlich meinem Hobby geschuldet. Ich versprach mir damals selbst, mich niemals von der Kompressionsbestrumpfung einschränken zu lassen. Diese Einstellung macht anderen Patientinnen Mut und so riet mir Michaela dazu, einen Blog ins Leben zu rufen.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

  • Hallo Caro,
    da hast Du ja eine tolle Abnahme hingelegt ! Ich finde es ja auch besser, wenn man sich Zeit nimmt und es langsam aber stetig runtergeht 😉

    Ich habe auch schon mehrfache Diätstarte hingelegt 🙂 habe dann aber für mich entschieden, dass die Crashdiäten alle nicht geeignet sind und Jojo-Effekt eintritt. So ist das halt, sie versprechen, aber bringen nicht wirklich was.

    Letztendlich habe ich mich für „gesunde, ausgewogene Ernährungsumstellung“ entschieden. Anfangs habe ich diese Ernährungsumstellung mit Weight Watchers gehandhabt. Da ist WW sehr sehr hilfreich (zumindest für mich 😉 ). Mittlerweile verzichte ich aber auch auf viele Dinge noch, da ich gemerkt habe, dass ich mich da „noch besser“ mit fühle. (Zucker, Weizen, industriell verarbeitete Lebensmittel etc.).
    Ich achte auf Kohlenhydrate !
    Soll nicht heißen, dass ich ganz darauf verzichte. Aber in Maßen 😉

    Ja, zur Zeit versuche ich noch mein Gewicht wieder etwas mehr nach unten zu bringen und ein bisschen mehr Sport einzubauen. Selbst da, muss man wieder eine gewisse Routine reinbringen. Ich finde Routinen sehr sehr wichtig und dann klappt es meist auch besser ! 🙂

    Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht, ich wünsche Dir noch weiterhin viel Erfolg für Deine letzten Kilos 😉 und bleibe auch dran (Y) 🙂

    Liebe Grüße
    Silvia

    • Wahre Worte Silvia!

      Ich habe viele Ernährungsprinzipien durchgekaut und keine konnte sich so recht in meinem Leben verankern. Dazu könnte man auch noch einmal einen Bericht schreiben. WW hilft wirklich gut, um sich einen Überblick zu verschaffen und auch bewusster zu essen. Man muss das dann aber auch durchziehen und das konnte ich nicht. aber es ist ein sehr guter Weg und daher auch so erfolgreich.

      Aber dein Ansatz ist so lobenswert! Du süßt dann wahrscheinlich mit Stevia oder Xucker?

  • vielen Dank 🙂

    ich hatte erst mit Xucker versucht. Leider ist es nicht so mein Fall (tja, nun steht der „teure“ Xucker im Schrank) . Ich süße mit Kokosblütenzucker Java Kiss Kokosblütenzucker, da er einen niedrig-glykämischen Index hat und den Blutzuckerspiegel nicht rapide an- bzw. absteigen lässt.

    Das habe ich nämlich auch „für mich“ herausgefunden, dass man den Blutzuckerspiegel schön konstant halten sollte ;-).. ich versuche auch auf Zwischenmahlzeiten zu verzichten und eine Pause von mind. 4 Std. zu den einzelnen Mahlzeiten einzuhalten.

    Für mich funktioniert es so besser 🙂

  • Es ist immer interessant zu lesen wie es anderen ergeht. Danke für den sehr ehrlichen Post. Nun ist der schon etwas älter, aber ich schreibe trotzdem mal wie es bei mir war.

    Das Gewicht war auch immer ein Thema bei mir. Ich war ein Frühstarter und als mit neun die Pubertät begann nahm ich zu. Auch als Kind war ich nie zierlich aber eben normal, gesund. Mit 12 hatte ich ein Gewicht von über 80 kg erreicht, meine Mutter hatte angefangen mir shakes statt Mahlzeiten zu geben. Privat war einiges los und fernsehen und essen waren meine Freunde. Dann mit 13 wechselte ich die Schule und Jahre des Hungerns begannen. Ich hungerte mich auf 55 kg runter, da war ich 14. Meine Brüste hingen, man konnte jeden Knochen sehen, aber meine Beine passten trotzdem kaum in eine Größe 38. Das Hungern funktionierte nicht ewig und mit 15/16 begann ich gelegentlich zu Erbrechen. Das Gewicht schwankte von 57 bis 62 kg. Oberkörper Kleidergröße 34/36 und unten rum 40. Tendenziell stieg das Gewicht über die Jahre leicht, ich kam nie wieder so weit runter wie beim Mal davor.
    Das letzte Mal stark gehungert habe ich an der Uni im zweiten Semester, da war ich 20 und ich kam „nur“ noch auf 61 kg runter. Danach entwickelte ich ein besseres Verhältnis zum Essen, was aber auch wieder zu einer Zunahme führte. Erst fand ich das nicht schlimm, ich hatte einen tollen Freund und akzeptiert dass es egal ist in welche Kleidergröße man passt. Ich wurde 24 als die Beziehung zerbrach und noch einige Monate danach, mir passte kaum noch eine Jeans, zeigte die Waage wieder eine acht vorne. Ich fand mich widerlich.
    Eine Freundin brachte mich ins Fitness Studio und das Fitness Studio brachte mich zum Krafsport mit der entsprechenden Ernährung. Im Februar 2014 hab ich mich angemeldet und im August 2014 hatte ich 12 kg abgenommen, an den Beinen auch immerhin eine Kleidergröße und über 10% Körperfettanteil verloren. So fühlte ich mich wohl. Ungefähr 70 kg war immer noch mehr als der BMI empfahl, aber es sah toll aus, Bauchmuskeln zeichneten sich ab, der Po war zwar groß aber schön geformt und naja dicke Beine hat man eben in meiner Familie.

    Seit April 2015 arbeite ich, das veränderte einiges. Ich schaffte es nicht mehr regelmäßig zu trainieren und die Kolleginnen backten ständig Kuchen, als Neue wollte man da dann ja auch nicht unhöflich sein und so geriet die Ernährung schnell in den Hintergrund. Im August passten mir sämtlichen Hosen nicht mehr. So rasant hatte ich noch nie zugenommen. Ich wog mich aber auch nicht mehr. Ab da kamen auch Schmerzen in den Beinen und Sport wurde eine Qual, bis es gar nicht mehr auszuhalten war. Über die Ernährung gegen zu steuern schien zwecklos, ich wurde immer mehr. Aus Frust hab ich ab einem bestimmten Zeitpunkt dann auch einfach nicht mehr drauf geachtet.

    Im Februar ging ich mit den Schmerzen zum Hausarzt, ich wog 92 kg. Höchstgewicht um 10 kg überschritten. Der schickte mich zum Phlebologen. 07.04. Diagnose Lipödem. Der Arzt sagte ich sollte Gewicht reduzieren. Seit diesem Tag esse ich keinen Zucker, kein Mehl, keine stark verarbeiteten Lebensmittel, keinen Weizen, kein Fast Food, keine Süßstoffe und trinke keinen Alkohol. Mit Sport möchte ich nun wieder starten da ich meine Kompression habe, ohne ging es einfach nicht. Sechs Kilo sind seit der Diagnose schon runter.
    Dieses Ernährungsprogramm mag extrem klingen, aber mir bekommt es gut. Meine Schmerzen sind gering geworden, während ich vorher nur noch liegen konnte und selbst dabei fast geheult hab. Es gab einmal eine Ausnahme und die habe ich sofort bereut, denn ich bekam wieder Schmerzen, diesmal besonders in den Armen. Die (naja fast) Schmerzfreiheit ist es mir Wert auf diese Dinge zu verzichten.

    • Mensch, da hast du aber auch was durchgemacht. Man mag es sich vor allem nicht ausmalen, wie viele Frauen da draußen das gleiche Schicksal teilen und immer noch ohne Diagnose darunter leiden.

      Ich danke dir von Herzen für deinen Bericht! Kopf hoch und weiter kämpfen!

  • Hallo an alle 🙂

    erst ein mal herzlichen Dank für den ehrlichen, offenen und tollen Post.
    Seit ich 15 bin habe ich auch sehr viel an Diäten und teilweise wirklich seltsamen Dingen ausprobiert nur um abzunehmen. Die Zusammenfassung aus der Zeit zwischen meinem 15. und 20. Lebensjahr ist, dass alles was nicht Alltagstauglich oder keinen Spaß macht weil es eklig oder zu umständlich ist, nicht funktioniert. Nach einer Phase der Resignation, welche 2-3 Jahre angedauert hat und in welcher ich auf mein Höchstgewicht von ca 80 kg gekommen bin, weil mir alles egal war, fand ich letztes Jahr endlich wieder die Kraft und Motivation mich um meinen Körper zu kümmern.
    Ernährung und Sport gehen seit dem bei mir mal mehr mal weniger regelmäßig Hand in Hand – ähnliches Prinzip wie im Blogpost oben 🙂 Mir ist dabei der Spaß am Sport und der Genuss beim essen besonders wichtig aber trotzdem eine gewisse Konsequenz. Seit dem sind 10 kg runter und ich fühle mich soooo wohl damit. Im Winter habe ich das erste mal realisiert das meine Beine kaum schlanker werden und habe dann auch endlich herausgefunden warum sich diese im Sommer so unangenehm anfühlen und ich blaue Flecken am laufenden Band bekomme. Die Diagnose war eine Erleichterung und gerade deswegen werde ich versuchen noch weitere 5-8 kg abzunehmen und meinen Körper gesund zu halten! 🙂

    Liebe Grüße und weiterhin viel Erfolg an euch alle,
    Franzi 🙂

  • Hallo ihr Lieben!
    Auch ich vermute bei mir ein Lipödem, habe das aber nicht diagnostiziert. Ist es denn nun doch möglich auch am Lipödem abzunehmen? Ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen immer ein Muss oder nur wenn man starke Schmerzen hat?

    • Hallo Franzi!

      Nein, das Lipödem Fett kannst du nicht abnehmen, jedoch alles andere an gesundem Fett schon, und das ist bei vielen manchmal mehr, als man denkt. Es lohnt sich also in jedem Fall. Das Tragen der Kompression ist indiziert und Teil der konservativen Therapie. Sie soll Verschlechterungen und Schmerzen eindämmen. Wenn man sie nicht regelmäßig trägt, verringert sich natürlich der Effekt.

      Liebe Grüße
      Caroline

  • Hallo,
    seit gestern habe ich (44 Jahre) die Selbstdiagnose Lipödem vom Phlebologen bestätigt. Es folgte der Hinweis, dass ich dringend abnehmen muss, die Uniklinik Köln bietet eine sehr kompetente Adipositashilfe.
    Seit fast 30 Jahren sagen mir mein Umfeld, drei Hausärzte und zwei Orthopäden: “Sie sind zu dick. Sie müssen etwas dagegen tun.“
    Der erste Hausarzt war ein Internist und Allgemeinmediziner: “ … zwei scheiben Toast zum Frühstück sind genug und kaufen Sie sich ein Brigitte Diätbuch.“
    Der zweite Hausarzt erklärte mir den Vorteil von Formolinepillen aus der Apotheke, damit würde ich lernen weniger Fett zu konsumieren.
    Die dritte Hausärztin kam mir mit dem Vorschlag bei WW Hilfe zu suchen und der Mutmaßung “ … vielleicht essen Sie zu wenig!“
    Ja, seit gestern habe ich die Diagnose und wie eh & je mein Übergewicht.
    Frustriert bin ich, wenngleich auch froh zu wissen, dass ich mich nicht NUR fett gefressen habe.

    • Ohje, liebe Tanja,

      das liest sich ja grausig! Ich hoffe, wir können dir hier ein wenig mit der Ernährung und vor allem unseren ungeschönten Abnehmwegen unter die Arme greifen. Du bist nicht allein mit der Krankheit und wir alle kämpfen jeden Tag gegen das Gewicht. Ich finde es auch gut, dass du so eingestellt bist, dass nicht alles Fett an dir Lipödem ist und ein großer Teil sich auch abbauen lässt. Aber einfach ist es für keinen, mit oder oder Krankheit.

      Aber du schaffst das. Nimm dir die Zeit, die es braucht. Lerne viel über das, was du brauchst und worauf du verzichten kannst und wie du am besten zum Kaloriendefizit gelangst. Egal, welchen Weg zu nimmst, du schaffst es.

      Und falls du einen guten Einstieg brauchst, schau dir mal unser Artikel zum Buch „Fettlogik überwinden“ an.

      Liebe Grüße
      Caroline

      • Hallo Caroline und Co,

        warum kennt keiner das Lipödem?!
        Über eine Bekannte, die eine Bekannte hat etc. bin ich auf Lipödem aufmerksam geworden. Jedoch war klar: kommt bei mir nicht in Frage. ICH bin schließlich gesund – nur etwas fetter als andere. Das wurde mir ja mantramäßig seit der Pubertät eingebleut (1,68 m / damals: 75 kg, sportlich und schmerzfrei): “Tanja hat dicke Bein, einen fetten Hintern und Orangenhaut bekommen.“ Bereits als Teenager hörte ich das. Später kamen öffentliche Angriffe auf mein Erscheinungsbild dazu, kennt vielleicht die ein oder andere, lernt man mit umzugehen.
        Aber als ich vor Jahren ein Himbadorf im Norden Namibias besuchte und mich eine Einheimische unverblümt fragte: “Wie wird man so fett?“ da traf mich die Frage ganz fies und brennt seither im Hirn.

        Jede Diät machte dicker und so zog ich schon vor vielen Jahren den Schlußstrich unter Diäten. Ich wollte nicht noch dicker werden (1,68 m / heute: 140kg, couchpotatoe und Bluthochdruck – schmerzfrei und beweglich war gestern!).
        Der Buchtipp ist mir hier schon ins Auge gefallen.
        Vielen Dank für Deine Antwort!
        Schönen Tag
        Tanja

  • Danke
    tut gut zu lesen was Du geschrieben hast.
    bin auch bei diesem verzweifelten Punkt an dem es nicht mehr so weiter gehen kann. Habe wahrscheinlich dein Startgewicht, trau mich seit Wochen nicht mehr auf die Waage, wenn ich Pech habe, ist es sogar noch mehr.. Und dabei bin ich auch noch 9 cm kleiner als du.
    Bin verzweifelt, sauer auf die Krankheit(en) und hoffnungslos. Hab in den letzten 5 Jahren ca. 50 kg zugenommen. Mein Leben lang hab ich mich vorm Kochen gedrückt. Das mit dem Lipödem wurde hauptsächlich durch ein Medikament verursacht, auf dessen Hauptwirkstoff ich mein restliches Leben angewiesen bin, bin erst 35 bzw. schon 35; ab 30 ist das Abnehmen ohnehin sehr viel schwerer und das ist leider kein Gerücht, auch wenn ich es mal dafür gehalten habe..
    vorgestern siegte der Mut der Verzweiflung. Ich habe mich zu einer Reha in der Földiklinik entschlossen und der Rehaantrag kam heute mit der noch ungeöffneten Post. Viel Papier scheint es zu sein..
    Du schreibst auch was von Mode:
    Wenn es spezielle Lipödem Mode gibt, freu ich mich über einen Link von Dir!

    Das tat jetzt gut, mal jemandem davon zu schreiben..
    Liebe Grüße, Janina

    • Hallo liebe Janina,

      das freut mich unheimlich, dass du mich schreibst, auch wenn der Grund nicht so schön ist. Aber lass mich dir versichern, du bist nicht allein! Und auch wenn das alles unter den denkbar schlechtesten Sternen steht, es gibt immer einen Weg. Egal, wie lange es dauert, jeder Fortschritt und wenn er noch zu klein ist, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Waage ist natürlich fies, aber wenn du sich erst einmal getraut hast, kannst du wenigstens deine Entwicklung beobachten, Erfolge feiern, Misserfolge registrieren, Mir hat die Zahl immer geholfen, aber nur im Zusammenhang mit einer Fettanalyse Waage. Dort siehst du nämlich auch deinen Muskel-, Fett- und Wassergehalt im Körper und der lässt dich Schwankungen viel besser nachvollziehen! Schau mal, es gibt mittlerweile richtig Hightech Waagen, mit denen du alles tracken kannst: http://amzn.to/2AoYWNe

      Es gibt ein Label für Frauen mit Lipödem und Lymphödem: Luna Largo. Die haben bisher nur Hosen im Sortiment, aber mit der Zeit sollen mehr Sparten bedient werden 🙂 Hier auf dem Blog findest du dazu einige Artikel oder schau direkt auf http://www.lunalargo.com vorbei. Ich habe selbst drei Hosen und ich trage sie fast täglich – selbst mit einer 44!

      Ganz liebe Grüße und alle Kraft der Welt. Hol dich aus diesem Tief heraus, Das ist DEIN Leben und du hast nur dieses eine, nutze es weise und fülle es mit soviel Gutem, wie es nur geht.

      Caroline

      • Liebe Caroline,
        vielen Dank für Deine liebe Nachricht. Sie tut gut, denn bisher war ich wirklich allein damit. Ich war zwar in Mannheim beim Spezialisten in der Praxisklinik Dr. Weiss, der ein überzeugter Vertreter der konservativen Methoden ist, aber ich wohne in München. In dieser hippen Luxusstadt finden sich die Liposuktionspraxen wie Sand am Meer, aber es gibt nichts Vergleichbares wie das Angebot von Dr. Weiss. Kennst du den eigentlich? Ein Besuch seiner Website lohnt sich. Er bietet auch eine 2-wöchige Intensivbehandlung vor Ort inkl. Unterkunft an, natürlich multimodal mit Kaltekammer u.a. Bausteinen. Kostet aber bis zu 3000 €. Vielleicht mach ich das sogar, je nachdem wielange das mit der Rehabeantragung und Genehmigung dauert. Und übrigens, es gibt von der Praxisklinik eine Broschüre mit 100 einfachen Rezepten.. Du hattest ja auch was zur Ernährung geschrieben..
        Liebe Grüße, Janina

          • Hallo Caroline,
            danke für deine schnelle Antwort und den Link zur Selbsthilfegruppe. Warum ist er denn so verschrien? Macht doch eigentlich keinen schlechten Eindruck.. Kannst mir auch gerne eine Mail schreiben, falls das hier den Rahmen sprengt.
            Liebe Grüße, Janina

    • Hallo Janina,
      Du musst keine spezielle Mode für Lipoedem kaufen! Es gibt eine Hose von der Firma Kj Brand, sie heißt BABSI, kostet ca. 98 Euro und ist die ideale Hose für Lipoedembeine. Es gibt sie in Jeans, diverse Farben und in schick, von Größe 36 bis 58! Ich habe selbst ein Lipoedem, war schon 1989 in de Foeldiklinik. Seit 20 Jahren habe ich eine Boutique ab Größe 42. Ich bediene sehr viele Kundinnen mit Lipoedem.
      Liebe Grüße,
      Petra

  • Hallo, gerade „falle“ ich über diese Seite, weil ich mal wieder zum Thema rumstöbere und finde diesen „Abnehmartikel“

    Ja, abnehmen mit Lipödem – das geht. Ich habe 60 kg abgenommen und möchte noch so 10 – 15 kg abnehmen, die werden aber erst im Januar in Angriff genommen.

    Ich habe meine Ernährung umgestellt, esse viel Vollkornprodukte (1. machen die mich satter, 2. merke ich, je weniger Weizenmehlprodukte ich esse, desto besser geht es mir mit dem Lipödem) und zähle zudem Kalorien. In etwa 3,5 Jahren ergab das dann 60 kg… Es ist nicht immer eine Freude, vor allem dann nicht, wenn man auf einem Plateau festhängt und sich weiter disziplinieren muss, aber wo ein Wille, da ein Weg.

    Allen viel Erfolg

    • Hallo Tina.
      Ich Versuch schon ewig abzunehmen. Habe lipödem an den Armen und Beinen. Aber es will nicht runter. Bin 30 und mache schon seid meinem 18 Lebensjahr damit rum. Mache seid dem 1.1. Low Carb. Kein Zucker, keine Kohlenhydrate. Funktioniert aber nicht.
      Kannst du mir vielleicht paar Sachen sagen was du so gegessen hast.
      Wäre schön von dir zu hören.
      Liebe Grüße Lisa

  • Hallo Caroline,

    ich habe meine Ernährung 3 Jahrren vor umgestellt. So habe ich – 25kg abgenommen. Seit 1 Jahr ungefähr habe ich nur den Kampf mit 5 kg in dem Grenzbereich zwischen 95 & 90 Kilo. Ich möchte noch 15 abnehmen, dann bin ich zufrieden, und im Gleichgewicht. (75).
    Mein Lipödem ist am Po, Bauch Beine und wenig am Arm vertwilt. Der schlimmste ist, dass die Krampfadern auch da sind und mit Lipödem kombiniert klingt nicht gut. Hast du Idee vielleicht, was ich noch tun kann, um endlich die Grenze zu überschreiten? (Ich ernähre mich Paleo)

    danke
    Cili

    • Hallo liebe Cili,

      Auch ich hänge genau in diesem Gewichtssegment und schaffe nur durch viel Arbeit es mal weiter hinunter zu kommen, aber es ist schon sowas wie ein Wohlfühlgewicht. Da wird man gemütlich 😀

      Liebe Grüße
      Caroline

  • Hallo Carolin, ich habe ein Lipp/Lymphoedem, also beides, würde zu gern bleibend abnehmen, Mahlzeiten umgestellt, Wasser reichlich, Gewicht bleibt fest???

  • Hey
    Ich habe auch ein lipödem, diagnostiziert 2004 und bekomme seitdem drainage und trage kompressionsstrumpfhosen.
    Mein Höchstgewicht lag bei 77 kg bei 162 cm. Momentan liegt es bei 66, aber ich hatte auch schon 62, und da hab ich mich super gefühlt. Bei mir klappt es am besten mit Kraftsport 2-3 mal die Woche und kcal zählen.

  • Super Du hast es geschafft.
    Ich bin noch voll dran. 7 kg bisher.
    Essen was einem schmeckt, aber im Rahmen und Bewegung alles andere macht es nur schlimmer.
    Liz

  • Nach dem ich auch schon alle Diäten ausprobiert habe, ist letzendlich meine Ernährungsumstellung genauso wie Deine. Ich habe bei einer Körpergröße von 158cm am 1.1.2018 83 kg gewogen. Hatte nach der Lipo am 5.12. 2016 erstmals zugenommen. Jetzt wiege ich zwischen 75/76 kg. Nein, durch die Lipo (7ltr) massiv ab. Aber man kann sich besser bewegen und die Motivitation konsequenter auf die Ernährung zu achten…..und mit dem Wissen, ein bissel geht noch. Denn die Arme und Rücken sind noch nicht operiert.

  • Hallo,
    ich habe seit der Pubertät Lipödem. Seitdem habe ich viele Diäten gemacht. Die Beine blieben immer dick und unförmig und schmerzten. Zuletzt wog ich 130 kg. Ich habe durch gesunde Ernährung und nach und nach mehr Sport rund 66 kg innerhalb von 2,5 Jahren abgenommen. Da die Beine immer noch dick waren, ich die Schmerzen nicht mehr ertragen wollte, habe ich mich nun zu einer Operation durch gerungen. Die erste hab ich nun hinter mir seit 3 Wochen. Zur Zeit ernähre ich mich ketogen, da ich gelesen habe, dass diese Ernährung bei Lipödem hilfreich sein kann, da sie die Entzündungen im Körper reduziert.
    Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie trotz dieser Krankheit ein glückliches Leben führen.

  • Hallo
    ich habe ein Adipositas Lip-Lymphödem und entzuendliches rheuma und
    Hashimoto-tyreoditis und bin 51 Jahre alt. Bei mir ging es mit 40 kurz danach
    los. Zunahme, Schmerzen und ich war am Ende. Dann kam ich zu einem guten Therapeuthen und es ging aufwärts. diagnose und da stand ich da mit meinem
    Problem. 2006 13 Kilo in 7 Wochen, 2015 12.4 Kilo Zeit weis ich nicht. Anfang des Jahres hab ich beschlossen das Ende mit dem Spass ist. bin 1.71 cm gross und Anfang dreistellig war das Gewicht. Also Weight Watcher. Durch Arbeitszeit kann ich nur online. Januar angefangen und habe bis jetzt 17 Kilo weg. War heute zur Lymphdrainage und die Therapeutin ist begeistert. Habe
    im ganzen Körper das Lip-Lymphödem und nun in den Armen nichts, Bauch
    weniger Oberschenkel nichts und ich bin megaglücklich und sehr stolz auf mich. Ich möchte gerne in Richtung meines Wunschgewichtes und arbeite weiterhin daran….

  • Hallo alle zusammen,

    ich danke euch für die Beiträge und Caroline für diesen tollen Block. Er ist wirklich sehr hilfreich und ich habe das Gefühl nicht allein zu sein. In vielen Berichten erkenne ich mich wieder und ich habe jedes mal Tränen in den Augen, wenn ich lese, dass es anderen auch so geht und ich die Gefühlswelt so nachvollziehen kann.

    Bis gerade hatte ich mich tatsächlich damit abgefunden, einfach immer dicker zu werden. Ich habe viele Diäten hinter mir, immer wieder versucht abzunehmen, mit mäßigem Erfolg. Wenn ich darauf achte was ich esse, nehme ich genauso viel zu, als wenn ich nicht darauf achte (zumindest ist es mein Gefühl). Nun haben mich eure Erfolge so motiviert, das ich es wieder angehen möchte.

    Viele Grüße
    Julia

  • Hallo Caroline.
    Ich beneide dich sehr. Ich Kämpfe seid meinem 18 Lebensjahr mit lipödem an den Armen und den Beinen/Po.
    Ich hab gefühlt alles ausprobiert was es geht. Mittlerweile schäm ich mich zum Sport zu gehen.
    Weil auch nichts runter geht. Bin schon in die brechsucht geraten weil nix passiert.
    Weiß einfach nicht weiter. Weiß du vielleicht was ich noch machen könnte.
    Liebe Grüße Lisa

    • Hallo liebe Lisa,

      schade deinem Körper bitte nicht noch zusätzlich. Es ist der einzige den du hast. Hast du mit deinem Arzt vielleicht schon einmal über eine magenoperative Lösung gesprochen? Für manche ist dies ja der letzte Ausweg aus dieser Diätqual.

      Liebe Grüße
      Caroline

      • Hallo Carolin.
        Danke für deine Antwort.
        Ja hab ich schon. War auch schon in einer Klinik deswegen. Dort wurde mir aber gesagt ich wiege für eine solche Operation noch „zuwenig“.
        Alle sagen ich soll es akzeptieren dass es eben so ist wie es ist. Aber das geht nicht.
        War neulich bei der Vertretung meines hausarztes zwecks Grippe, und was soll ich sagen. Die zweite Frage war: machst du eigentlich Sport? Völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Dann musste ich mir Sachen anhören die ich vor zehn Jahren schon so oft gehört hab. Das dass nicht alles das lipödem ist… und ich muss… und dass geht schon wenn ich will…. man hat sofort gemerkt das die Ärztin sich nie mit dem Thema lipödem auseinander gesetzt hat. Ich hab ihr dann unter Tränen (vor lauter Zorn) erklärt dass das nicht nur mit ästhetischen Gründen sondern auch mit Schmerzen verbunden ist…
        Leider gibt es noch so viele Menschen die über die Krankheit nicht Bescheid wissen. Aber wenn man von Ärzten schon nichts erwarten kann wie soll man es von leihen tun…
        Danke dir trotzdem für deinen Block.
        Du gibt’s einen Hoffnung dass es doch funktioniere könnte.
        Liebe Grüße Lisa

        • Hallo
          Mir geht es mit den Ärzten und Physiotherapeuten genauso. Ich muss sagen, das ich mir nach der Diagnose knapp 25 Kilo angefressen habe. Natürlich kam der Punkt des bereuen danach, nur leider zu spät. Ich habe Jahre versucht das Gewicht runter zu bekommen, aber es funktionierte nicht wirklich. In der Reha habe ich zwei Tage nichts gegessen und den Rest der ersten Woche nur Mittagessen. Dazu 16km laufen und 24km Rad fahren und was soll ich sagen, ich habe 700g in einer Woche abgenommen. Ich war am Ende. Den Rest der Reha habe ich genutzt und mehr gegessen und weniger Sport gemacht. So habe ich in zwei Wochen fast fünf Kilo verloren. Also zu wenig essen ist nicht gut. Ich bin jetzt total auf Vollkorn umgestiegen und hoffe es läuft jetzt zuhause noch etwas weiter so.
          Lg Jessy

        • Magenoperative Methode ist nur dann sinnvoll, wenn man zuviel Menge an Nahrung zu sich nimmt. Bin mir nicht sicher ob das hier der Fall ist. Im Falle vom Lipödem – und ich spreche hier vom „echten“ Lipödem und nicht Adipositas – ist nicht die Menge von Nahrung für die Ansammlung und Vergrößerug der Fettzellen verantwortlich. Diese Menschen essen „ganz “ normal. Eine Magenband bringt also nichts – oder schadet gar. Meine Meinung. Die Ursache des Lipödems ist ja immer noch nicht erforscht, warum auch immer. Hauptvermutung ist aber, dass sehr wahrscheinlich Hormone schuld daran sind … Bin übrigens selbst betroffen und kann mich bei der Beschreibung des Leidens bei den meisten Postings hier wieder finden. Poste weiter unten noch einmal …

  • Schön und gut nur ist die lipödem eine Krankheit die nicht anerkannt wird bzw es wird immer etwas anderes diagnostiziert da die Behandlung sehr teuer ist und kein Arzt bereit ist dafür die Kosten zu tragen mit Massagen etc. mit ach und Krach kriegt man dann den Antrag bzw Rezept für kompressionsstrümpfe und muss dann noch darum kämpfen das die Kasse die Kosten trägt wie in meinem Fall wurden mir die Strümpfe die mir der Arzt verordnet hat und die ich auch angefertigt wurden nicht von der kasse übernommen ich musste den vollen Preis zahlen… und ich habe immer abgenommen an anderen Stellen aber meine Beine sind gleich geblieben habe sämtliche Diäten hinter mich gebracht etc aber ohne Erfolg und nach der ersten Schwangerschaft ist es dann sehr schlimm geworden, da sich dann meine Hormone auch nicht wieder eingependelt haben die Schilddrüse hat sich auch noch vergrößert usw…

  • Bin durch Zufall hier gelandet und sitze hier lesend mit Tränen in den Augen…..es tut so gut zu sehen, dass es anderen auch so geht und gleichzeitig finde ich es so schrecklich wieviele Frauen so leiden! Ich bin seit 4 Jahren mit Kompression unterwegs (nicht konsequent 🙁 und seit der Geburt meines
    dritten Kindes vor 23 Jahren bin ich richtig dick, 120 Kg…ich habe mich fast verdoppelt .Durch Zufall vor 4 Jahren hat eine Therapeutin auf Lipödem getippt und mich zu einem Arzt geschickt, der dann die Diagnose gestellt hat.Ich schäme mich schon lange für meinen Körper, trau mich in kein Schwimmbad, und hasse die Kompression. Ich fühl mich wie in einer Zwangsjacke wenn ich sie trage. Mich macht das alles eher depremiert, auch wenn es gut tut. Und ich krieg die Kurve eifach nicht Sport zu treiben… bin mittlerweile mental das ganze Gegenteil von der, die ich früher war… Beziehung hab ich ganz abgehakt., wenn ich mich schon nicht so annehmen kann, wie soll es dann jemand anderes können? Gott sei Dank hab ich liebe Freundinnen die mit mir kein Problem haben!
    Wie schön zu sehen dass es so tolle mutigeFrauen gibt, die den Kopf nicht hänge lassen und für sich einen Weg finden mit all dem positiv umzugehen …und wie schön, dass es offensichtlich Männer gibt, die hinter ihren Frauen stehen . Ich wünsche allen hier viel Erfolg weiter auf ihrem Weg!

    • Ich lese eure Kommentare und erkenne mich wieder, wie fast alle anderen es auch schreiben…
      Als Teenager schon unproportioniert, unten dicker als oben, mit 16 die erste Diät (damals gab es noch „Appetitzügler“, die sind heute verboten). Das Gewicht war dann bis 30Jahre einigermaßen normal, immer mit Zigarretten und Hungern zwischendurch. Dann mit 30Jahren habe ich das Rauchen aufgehört, 2 Kinder bekommen und mein Gewicht in den nächsten 20 Jahren verdoppelt. Die untere Körperhälfte wurde immer unförmiger, aber weder der Gynäkologe, noch der Hausarzt sprachen mich drauf an. Der Orthopäde riet zu Sport… mit 2 kleinen Kindern und berufstätig neben dem Haushalt immer abenteuerlich… aber keiner nannte den Grund für „nur“ einen dicken Unterkörper! Ein Physiotherapeut, den ich wegen Beschwerden im Nacken besuchte, hat dann gefragt, wie lange ich das Lipödem schon hätte. Ich habe da das Wort zum ersten Mal gehört! Nun konnte der Hausarzt mich zum Phlebologen überweisen, ich bekam meine Diagnose Lip/Lymphödem. Aber nichts wurde endlich gut! Die Kompression passte nicht richtig, auch nicht bei der dritten Reklamation. Der Physiotherapeut, der die Lymphdrainage zweimal in der Woche machte, kam irgendwann ans Ende seiner Kunst, es gab keinen messbaren Erfolg mehr, und die Krankenkasse stellte deshalb die Leistung ein. Seitdem mache ich jedes Jahr eine andere Diät, von WW über Kohlsuppe bis Almased alles probiert. Davon nehme ich zwar immer etwas ab, aber dann ist die Energie verpufft und der Jojoeffekt schlägt zu. Aber Gewicht muss runter! Denn ich kann mich mit viel Übergewicht ja gar nicht genug bewegen, um richtig Sport zu treiben. Das ist wie ein Teufelskreis. Natürlich gibt es schonende Sportarten wie Schwimmen, aber der Schwimmbadgeruch ekelt mich. Dafür gehe ich mit meinem Hund spazieren, der ist mein „Coach“.
      Trotzdem bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mich mit allem anfinde…
      Ich habe schon so ift Rückschläge erlebt, dass ich einfach keine Lust mehr habe, mich mit dem Thema Lipödem ernsthaft auseinanderzusetzen.
      Und trotzdem schreibe ich hier… vielleicht finde ich ja doch die Motivation wieder….

      • Okay, sitze hier und könnte drauf losheulen…ich habe ein richtiges Tief, keine Kraft, keine Lust und keine Hoffnung mehr. Quäle mich seit der Pubertät mit dem Lipödem rum. Ich bekam vor ca. 15 Jahren die Diagnose gestellt, allerdings konnte mir keiner den richtigen Umgang damit erklären, falls es den wirklich gibt. Die Kompressionsstrümpfe habe ich nicht ausgehalten, da meine Kniekehlen ganz wund wurden. Ich hatte mit den Strümpfen die größeren Schmerzen als ohne. Flach gestrickte hatte ich keine bewilligt bekommen. Ich hatte mich dann entschieden ein „normales“ Leben zu führen und das Lipödem zu ignorieren. Mit fast 78kg. bei 1,60 hatte ich dann ca. 3 Monate die hcg diät gemacht und bin auf fast 60 kg. runter gekommen. Ich konnte auf lange Sicht das Gewicht nicht halten, trotzdem muss ich sagen, dass ich mit dieser Diät an allen Stellen abgenommen hatte. Ich sah mit 60 kg. schlanker aus, als man es meinen würde. Hcg ist ein anderes Abnehmen und das Hormon schafft es als Einziges, das Fett aus den betroffenen Stellen zu holen (das echte Hormon wirkt besser als Globuli). Heute habe ich wieder fast 80 kg und schaffe es nicht ansatzweise die Kraft wieder aufzubringen. Meinen Partner habe ich mit 60 kg kennengelernt, er liebt mich, trotzdem frage ich mich, wie lange er mit meiner Gewichtszunahme mitgehen kann? Wenn er mich in Unterwäsche ansieht, habe ich gleich Angst, dass er meinen unförmigen Körper mustert und er mich wertet. Vielleicht nicht, aber vielleicht doch? Jedenfalls werte ich mich ab, ich weiß dass niemand meinen Körper schön finden kann. Akzeptieren? Ja. Schön? Nein! Ich drehe mich im Kreis zwischen Selbstannahme, ist halt so, vielleicht gibt es doch noch ein Wunder abseits der Medizin, was will mir mein Leben mit der Krankheit sagen, finde die Ursache und damit die Lösung und Heilung, du bist selber Schuld weil du nicht täglich nur Salat und Gemüse isst und dauernd um dein Leben rennst! Akzeptiere dass du wahrscheinlich immer dicker wirst und irgendwann alleine bist. Aber immerhin hat mir ein Arzt mal bestätigt, wenn Krieg wäre würde ich die Hungersnöte überleben, weil ich mit Wenig viel zulegen kann. Letztendlich wäre ich der Gewinner, na immerhin…ich frage mich wie lange wir im Hamsterrad rennen müssen, wir strampeln und strampeln und kommen doch nicht vorwärts! Wieder 80 kg. und wenn ich die Kurve nicht kratze, dann werden es 100, das geht ganz leicht. Urlaub ist inzwischen ein absoluter Stress für mich, jedesmal 2-3 kg. die ich fast nicht mehr runter kriege. Vielleicht schaffe ich es ja doch wieder mit eisernem Willen abzunehmen, nur um dann wieder festzustellen, dass ich das Gewicht nicht halten kann. Bin jetzt 45 Jahre und kraftlos. Ich frage mich, wie es mir mit 55 oder 60 geht? Ich bezweifle, dass ich mit dem Älter werden, mehr Motivation erhalten werde, zumal meine Erfahrung ja nicht besser wird. Sorry für meine demotivierende Haltung, ich lese immer wieder in Foren usw. aber es ist das erste mal dass ich mitmische! Bin ich nur negativ? Vermutlich. Ehrlich? Ich denke schon. Was ich aber trotz meinem aktuellen Frusts empfehlen kann, sind die Greenfood Rutin Kapseln (Amazon ) ich habe das Gefühl, dass meine Waden etwas schlanker und etwas leichter geworden sind. Ich nehme die Kapseln seit 4 Tagen. Und falls ich noch eine Wunderheilung erleben sollte, gebe ich euch gerne Bescheid 😉

  • hallo hab die ersten 15 kilo jetzt runter seit meiner ersten lympdrynage 169 130kg 54 jahre ein wunder hab alle klamotten im gebruar verschenktda ich nicht dachte nur ein gramm abzunehmen konnte tagelang nix essen nix weg grippe 2 wochen nix weg jetzt geht was einfach so?? ess nix süses mehr und kein schweinefleisch auser mal ein wienerle mit dem hund ess sogar viel!! gemüse hald hab Dampfgarer ist genial und pizzastein von pempert chef und viel zitrone mit chilli jetzt gibts ja alles frisch viel hänchen dosenfisch und vollkornbrot wenn brot auch mal ein müssli gurkensalat fast täglich und melone und als ich begann spargelzeit rabarber und erdbeeren ohne ende es funktionert wie ein wunder geh wieder schwimmen und beginn jetzt mit rehasport 2x die woche wir sind schon powerfrauen gel keine couchpotatos wer uns kennt weis das und die freunde die sich nie mit uns schämten und mit uns lachten die sind die waren freunde bekomm jetzt einen megatollen obstteller statt kuchen hingestellt da muss du glatt vor freude heulen sag ich dir und zum schwimmen hab ich jemand bin gespannt was in einem jahr so passiert eine macht mir ein tagebuch für das 1 jahr mit foto genial gel !! Hoffe du hast auch so tolle Freundinnen

  • Hallo zusammen!
    Bin beim Stöbern hier gelandet und sehr froh darüber. Vielleicht kann mir hier jemand helfen….
    Bin 40 Jahre und habe vor 4 Monaten die Diagnose Lipödem bekommen.
    Nur der Arzt sagte, er könne nichts für mich machen (angeblicher Spezialist) und ich muss so klar kommen. Wir komm ich nun selber an Lympdrinagen oder Kompressionen ran?
    Oder kann mir jemand einen Arzt im Raum Augsburg empfehlen?
    Ich bin 164 cm groß und wiege 95 kg. Habe aber vor 4 Jahren schon 30 Kilo abgenommen und halte das Gewicht seitdem.
    Ich habe auch so keine richtige Ahnung was ich nun machen soll…
    LG
    Mella

    • Hallo liebe Mella,

      ich habe herumgefragt und für dich ein paar Empfehlungen bekommen 🙂

      Wenn es schnell gehen soll: Ute Knüppe in Emersacker, praktische Ärztin ist aber bestens geschult
      Dauert mit der Terminvergabe etwas länger: Dr. Jochen Berger in Graben

      Bei beiden kannst du einen schönen Gruß von Henry Schulze ausrichten 🙂

      Liebe Grüße
      Caroline

  • Hallo Caroline,

    Ich bin 39, komme ebenfalls aus Wetzlar und bekam vor 5 Jahren meine Diagnose, weil mein damaliger Chef mich mit den Worten ich solle mal zum Phlebologen gehen, das sieht ihm sehr nach einem Lipödem aus, gleich Dank der Firmenkontakte an den richtigen Arzt gelang. Mein einziges Problem besteht darin das ich im Moment auf der Suche nach einem guten Sanitätshaus bin, bei dem ich bisher immer war hört leider meine Sanifee auf und die anderen können keine Flachstrickversorgung machen. Kannst du mir jemanden empfehlen? Danke

    Viele Grüße Janine

  • Hallo,

    ich habe mit Lipödem und ohne Kohlenhydrate 60kg abgenommen, in etwa 3 Jahren.
    Ich ernähre mich ketogen und esse maximal 20g Kohlenhydrate am Tag, welche aus Gemüse kommen.
    Das Lebensgefühl mit der Ernährungsform ist unglaublich, keine schweren Beine mehr, keine Migräne mehr, Kleidung von der Stange und keine Bewegungseinschränkung.
    Leider habe ich durch meine Schwangerschaft und höherer Kohlenhydratmenge währenddessen wieder etwas zugenommen, aber, nachdem ich nun meine Ernährung wieder angepasst habe, schon wieder 10kg verloren.

    Liebe Grüße und viel Mut an alle Leidensgenossinnen
    Sabine