Bodyshaming: Ich bin mehr als eine Zahl!

Hallo an alle Leser,

ich möchte heute ein Thema ansprechen, was mir schon lange im Kopf herum schwirrt:

Bodyshaming, Konfektionsgrößen und die Zahl auf der Waage

Grundsätzlich ist es doch so: Jeder von uns vergleicht sich (leider viel zu oft) mit anderen, um in irgendein Schema zu passen und sich wie alle anderen zu fühlen.

Doch, ist denn eine Größe 36 besser als eine Größe 46? Ist ein Mensch schlechter, wenn er statt 70 Kilo 90 oder 100 wiegt? Ist die M so viel charmanter als die XL? Sind das die wirklichen Maßstäbe, um glücklich zu sein?

Ich hoffe, ihr konntet meine Fragen ausdrücklich mit NEIN beantworten.

Wir machen unsere tägliche Laune von solch banalen Dingen wie einer Zahl auf der Waage abhängig. Ist das sinnvoll? Ist es nicht viel besser, in den Spiegel zu schauen, sich selber als „Testurteil Gut“ abzustempeln und den Tag zu genießen? Früher habe ich echt schlechte Laune bekommen, als ich morgens auf die Waage trat. 100 Gramm mehr – ein Desaster. Der Tag war total im Eimer. Aber mal ganz ehrlich, wer sieht bitte 100 Gramm? Wenn ihr nicht schlagartig über Nacht 10 Kilo zunehmt, wird es wohl kaum jemandem auffallen. Also Kopf aus, guckt in den Spiegel – ihr seid gut wie ihr seid.

 

Konfektionsgrößen sind für mich der allergrößte Quatsch auf Erden

Ich habe in meinem Schrank von XS bis XXL alles einmal vorhanden. Der Sinn ergibt sich mir nicht. Mode soll passen, euch gut aussehen lassen und euch mehr Selbstvertrauen geben. Dann passt es! Das ist ausschlaggebend – nicht umsonst gibt es den Spruch „Sitzt, wackelt und hat Luft“ – mehr sollte euch beim Kleiderkauf nicht interessieren. Fühlt ihr euch gut? Bombastisch? Sexy? Dann nehmt es mit, egal ob eure Freundin in die S passt – tut doch gar nichts zu Sache. Dafür hat sie bestimmt ihre eigenen Problemzonen. Jeder hat das, nur keiner redet darüber. Der Vergleich mit anderen macht unzufrieden, neidisch und tut eurer Psyche überhaupt nicht gut. Hört auf euch selber damit zu belasten. Man sieht euch nämlich die Unzufriedenheit an. Und wollen wir unzufrieden sein? Nein! Wir wollen Frauen mit Selbstbewusstsein sein und dies auch ausstrahlen!

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Ich fasse kurz zusammen:

  1. Die Waage – ab unters Bett damit! ( 1-2 x im Monat wiegen reicht aus)
  2. Die Größe der Kleidung – total egal, Hauptsache wir fühlen uns toll.

 

Gehen wir mal davon aus, ihr beherzigt meine kleinen Tipps. Ihr seid gut drauf, tragt euer Lieblingsdress und fühlt euch wirklich wohl. Da kommt ein Seitenhieb von einer Nachbarin/Bekannten „Sag mal, du bist aber ganz schön dick“ (Einfach mal ein plumpes Beispiel). Plötzlich bricht man ein, das Lieblingsdress fühlt sich nicht mehr gut an, das Selbstvertrauen ist unter dem Bett verschwunden … dorthin wo die Waage steht, die man vielleicht doch 3x mehr befragen hätte sollen. Zweifel, Traurigkeit und Minderwertigkeit machen sich breit. Grandiose Mischung!

Mädels ich bitte euch, lasst euch davon nicht runterziehen! Es gibt Menschen die einem nicht gut tun. Menschen, die versuchen andere schlecht zu machen, nur um sich besser darzustellen. Steht drüber – niemand außer uns weiß was wir für ein Päckchen mit uns herumtragen. Entweder sprecht die Person direkt an, erklärt was Sache ist und macht euren Standpunkt klar. Oder trennt euch von solchen Personen. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich wegen sowas jeden Tag aufs Neue schlecht zu fühlen. Das ist es nicht wert. Mal abgesehen davon, dass niemand das recht hat andere Aufgrund der Körperfülle zu verurteilen. Und ich spreche nicht nur davon, dass übergewichtige Menschen diskriminiert und gemobbt werden. Ich spreche auch davon, dass sehr dünne Menschen sowas erleben müssen. Ich finde es wirklich ganz schrecklich, wenn sowas passiert, es kann Menschen zu tiefst verletzen. Also möchte ich euch wirklich sagen:

Lebt! Lasst Leben! Und wenn es hart wird, zieht eure rosa Rüstung an 😉

Mit diesen Worten verabschiede ich mich.

Handschrift Anja

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Author: annichen1989

Ich bin Anja und wurde am 10.02.1989 in Schwedt an der Oder geboren. Ich komme somit aus dem schönen Brandenburg. Beruflich bin ich tätig als Kauffrau für Bürokommunikation, ich unterstütze 2 Unternehmen mit meiner Arbeitskraft. Nebenbei bin ich als Künstlerin im Bereich Manga tätig. Ich wurde von der lieben Caroline eingeladen mich an diesem Blog zu beteiligen. Mir macht es Spaß, meine Gedanken zu teilen und ich hoffe, dass unsere Krankheit dadurch auch bekannter wird.

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