Dessous und Kompression: Sexy ist meine neue Komfortzone

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Ich bin sexy. Jetzt ist es raus. Nicht weil mich andere schön oder anziehend bzw. ausziehend finden. Nicht weil es von Frauen irgendwie auch ganz (in)offiziell erwartet wird, sondern weil ich es ganz bewusst zulasse, mich so zu fühlen. Das passierte nicht über Nacht, wie ihr ja durch den ersten und zweiten Teil dieser Reihe sehen könnt. Es war meine Entscheidung, diese Ketten zu sprengen, die ich mir selbst aus Unsicherheit angelegt hatte.

Und eines verspreche ich euch, es fühlt sich gut an. So richtig gut.

Meine Körper Renaissance

An meinem Körper selbst hat sich im vergangenen Jahr nichts getan, außer dass der Kopf an seinen Herausforderungen gewachsen ist und die Schultern um einiges leichter geworden sind. Ich merke so stark, wie die Auseinandersetzung mit meinen vermeintlichen Schwächen die selbstkreierten Vorurteile aus dem Weg schafft und die Bahn für ein neues Körpergefühl frei macht. Es macht mich wahrsten Sinne des Wortes frei.

Ich nehme mir die Freiheit, mich sexy zu fühlen. Ganz für mich selbst.

Ja genau, für mich allein. Denn niemand anderes kann mir dieses Gefühl geben, wenn ich es selbst nicht glauben kann.

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Selbstwertschätzung – Jeder Tag ist Feiertag

Sagen wir es so, nicht jeder schöne BH ist komfortabel. Jedoch ist nicht jeder komfortable BH schön. Eine wichtige Lektion in dieser Eigentherapie war es, Dessous nicht nur für besondere Anlässe aufzuheben. Immer mehr ausgediente Modelle verlassen meinen Kleiderschrank und werden durch doch ganz ordentlich heiße Geräte ersetzt. Was das mit mir macht? Zum einen lerne ich, mich und meinen Busen wertzuschätzen.

Etwas, dem ich gar nicht erst die Chance gebe, schön verpackt zu sein, kann auch keine positiven Akzeptanz-Reize an meinen Kopf zurücksenden.

Zum anderen gibt es mir Selbstsicherheit. Ich bin von nun an von Kopf bis Fuß, von außen nach innen gut gekleidet. Ich gebe mir Mühe bis ins letzte Detail und ihr könnt euch vorstellen, wenn ein tolles Outfit das Körpergefühl prägt, setzt eine schöne Unterwäsche die Kirsche oben drauf.

 

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Dieses Bild musste ich leider zensieren. Google findet mich zu aufregend 😉

#kompressionistin

Glaubt es oder nicht. Aber dieser Hashtag hat für mich eine große Bedeutung.

Ich habe eine Vorliebe für die Kunst, vor allem für Impressionisten. Ihre so persönliche und bildliche Art die Welt zu sehen, faszinierte mich schon seit der Schulzeit. So verbinde ich mit dem Begriff Kompressionistin mein Gemälde, mein Stil, meine Möglichkeit, meine Welt zu gestalten. Sie mit meinen Farben und Formen zu sehen und mich durch die Herausforderung, die mir die konservative Therapie gestellt hat, mich neu erfunden zu haben.

Dazu gehört auch, die Flachstrick-Kompression in diese Wiederbelebung zu integrieren. Sie ist es, die mir jeden Tag Stärke verleiht und zu meiner Eigentherapie inspiriert hat. Und wie ihr seht, Oberschenkelstrümpfe darf man in ihrer Wirkung, vor allem mit einem edlen Swarovski*-Zusatz und Spitzenbody, nicht unterschätzen.

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Ich bin stolz auf mich …

… und auf meine Freundin Michaela. Sie hat mir die Sicherheit bei diesem Experiment gegeben und immer wieder bestärkt, einen Schritt weiter aus der Komfortzone zu gehen. Liebe Mitcha, wir haben es geschafft und ich danke dir unendlich sehr für deine Unterstützung und wunderschönen Bilder. Sie haben mir die Augen geöffnet und mir gezeigt, was in mir steckt.


Dieses Outfit ist in Kooperation mit Medi entstanden.
Bilder: Michaela Kern
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* Swarovski ist eine eingetragene Handelsmarke der Swarovski AG

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Author: Caroline Sprott

Ich bin Caroline, 1989 geboren und wohne im Mittelhessischen Wetzlar. Warum habe ich den Lipödem Mode-Blog ins Leben gerufen? Am Anfang meiner Diagnose stand ich völlig hilflos vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt, einige Jahre später, habe ich durch die aktive Anteilnahme in Selbsthilfegruppen und viel Recherche einen Erfahrungsschatz ansammelt, den ich gerne an einem Ort gebündelt anderen Betroffenen zugänglich machen möchte – ohne den Umweg über private Gruppen bei Facebook. Die modische Komponente ist natürlich meinem Hobby geschuldet. Ich versprach mir damals selbst, mich niemals von der Kompressionsbestrumpfung einschränken zu lassen. Diese Einstellung macht anderen Patientinnen Mut und so riet mir Michaela dazu, einen Blog ins Leben zu rufen.

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