So machst du die Kompression zur Verbündeten – Mangogelb

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Das Selbstmanagement bei Lipödem und Lymphödem, wozu das Tragen einer Flachstrick-Kompression dazugehört, stellt viele Betroffene manchmal vor eine große Herausforderung. Denn oftmals spielen nicht nur Farben, wie hier Mangogelb, sondern auch viele psychische Faktoren hinsichtlich der Selbst- und Fremdwahrnehmung, sowie dem Körpergefühl eine entscheidende Rolle.

Du kennst mich vielleicht als therapietreue Sprotte, die seit Jahren mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht fröhlich die Kompression trägt und es nie anders tat. Aber leider war es zu Beginn auch für mich schwierig. Bei der Beinversorgung hatte ich mir anfangs nicht wirklich einen Kopf gemacht. Eigentlich ist es ja nur eine Strumpfhose und die kennt man bereits. Die Armversorgung machte mir jedoch deutlich mehr zu schaffen, denn mit der Verordnung einer Kompressionsversorgung geht ja nicht nur das Tragen einher, sondern auch die Tatsache, dass das Lipödem nun zusätzlich an anderen Stellen des Körpers wütet und die Schmerzen dort eingedämmt werden sollen. Bei einem sekundären Lymphödem sind die Gründe oft noch schwerwiegender, da nicht selten Krebs oder ein schwerer Unfall den Ursprung der Diagnose stellen.

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Die Kompression ist nicht der Feind

Eine Kompressionsversorgung ist dafür da, durch den Druck

  • den Therapieerfolg aus der Entstatuungsphase zu erhalten (Lymphödem und Mischödeme),
  • Schmerzen in vom Lipödem betroffenen Körperteilen zu lindern (Lipödem) und
  • Venen in ihrer Funktion zu unterstützen (Phlebödem).

Im ersten Moment fällt es einem schwer, positive Gedanken mit der Flachstrick-Kompression zu verbinden, doch es kann sie geben, wenn man den Spieß einmal umdreht. Wie würde es dir gehen, wenn du sie nicht hättest? Natürlich, wir alle würden sie gerne nicht benötigen. Aber kann man sie verteufeln, wenn sie eigentlich nur helfen möchte? Das würden wir bei einem Gips oder Fahrradhelm auch nicht tun, oder?

Der wahre Feind im Leben mit einer chronischen Krankheit ist nicht das Hilfsmittel, sondern die Krankheit selbst. Eigentlich sitzt das Hilfsmittel mit dir in einem Boot und hilft dir dabei, auf Kurs bleiben zu können. Je besser ihr zwei zusammenarbeitet, desto weiter kommt ihr. Wenn es dir als zweite Ebene auch noch gelingt, ihr noch mehr entgegenzukommen und vielleicht sogar farblich dich mit ihr auszuleben, gelingt dir die volle Flucht nach vorn. Mit jeder Versorgung werdet ihr als Team immer besser und seid irgendwann so eingespielt, dass aus dem vermeintlichen Panzer eine schillernde Rüstung geworden ist. In meinem Fall eine Rüstung in Mangogelb.

mediven 550 als Bein- und Armversorgung in Mangogelb und Fashion-Element Classic

Die Ablehnung liegt manchmal viel tiefer

Es kann nicht gesund sein, tagtäglich in Ablehnung und Frust gegen sich selbst und das, was man trägt, zu leben. Ich habe das damals zu Beginn meiner Armdiagnose zum Glück frühzeitig erkennen können. Die fröhliche Sprotte war nämlich auf einmal nicht mehr so fröhlich. Der schnell wachsende Lipödem-Schmerz in den Armen deprimierte mich so sehr, dass ich mich mit Heulkrämpfen aufgelöst im Auto wiederfand und nicht wusste, womit ich das verdient hatte. Nach allen Anstrengungen kamen die Schmerzen ja doch und ich wusste, jetzt sei es soweit, jetzt muss ich auch Armkompression tragen. Ich war aufgelöst und konnte mich nicht mehr aus eigener Kraft beruhigen. Sollte es dir auch einmal so gehen, denk daran, dass du damit nicht allein bist und sei dir versichert, dass das keine Endstation ist.

Ich begann eine Psychotherapie und das Spannende daran ist, dass der vermeintliche Grund, warum ich hinging schnell in den Hintergrund wich und die wahren Knackpunkte viel, viel tiefer lagen. Dein:e Therapeut:in kann meistens diese Probleme nicht für dich lösen, sondern hilft dir dabei, sie neutral zu betrachten und in Schubladen zu verräumen. Du ahnst nicht, wie heilsam das sein kann.

Eine Therapie, die ein Leben lang hält

Parallel zur Psychotherapie entwickelte ich meine modische Eigentherapie und wachte langsam aus dem Schneckenhaus wieder auf. Ich lernte, dass ich mich immer besser fühlte, je besser ich die Herausforderung meisterte, mich modisch passend zur Flachstrick-Kompression kleidete. Denn es ist wirklich so, je besser dein Outfit mit der Versorgung verschmilzt, desto unauffälliger wird sie. Die Bilder hier sind der beste Beweis dafür, dass Mangogelb sich wundervoll kombinieren lässt! Das boostet dein Selbstbewusstsein ungemein, denn du fokussierst dich nicht mehr im negativen, sondern im positiven Sinne auf deine Kompression. Es regnet immer mehr Komplimente und diese zuvor bewusste Unsichtbarkeit verwandelt sich in positive Präsenz. Du hast gewonnen und das nicht zuletzt auch wegen der Teamarbeit mit deiner Kompression.

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Vielleicht hilft etwas Farbe?

Finde dein Warum und unterschätze nicht die Kraft einer Farbe, die dir Gute Laune macht. Du wirst merken, dass deine Versorgung immer mehr zu deinem Freund werden kann. Eine meiner absoluten Lieblingsfarben ist Mangogelb von medi. Zusammen mit dem Fashion-Element Classic wird mein mediven 550 an Armen und Beinen zum dezenten Hingucker. Und mal ganz ehrlich, wenn man die Farbe so im Outfit integriert sieht, wer kann da schon in schlechte Stimmung kommen?

Es lohnt sich, seinen eigenen Weg mit der Kompression zu finden. Und das Beste ist, du bist nicht allein.

Kompression: mediven 550 in Mangogelb mit Fashion-Element Classic
Cardigan: Esprit (weil bereits viele danach fragten 🙂 )

Mangogelb


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Dieser Artikel ist in Kooperation mit Medi entstanden.
Bilder: Michaela Kern

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Author: Caroline Sprott

Ich bin Caroline, 1989 geboren und wohne in Augsburg. Warum habe ich den Lipödem Mode-Blog ins Leben gerufen? Am Anfang meiner Diagnose stand ich völlig hilflos vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt, einige Jahre später, habe ich durch die aktive Anteilnahme in Selbsthilfegruppen und viel Recherche einen Erfahrungsschatz ansammelt, den ich gerne an einem Ort gebündelt anderen Betroffenen zugänglich machen möchte – ohne den Umweg über private Gruppen bei Facebook. Die modische Komponente ist natürlich meinem Hobby geschuldet. Ich versprach mir damals selbst, mich niemals von der Kompressionsbestrumpfung einschränken zu lassen. Diese Einstellung macht anderen Patientinnen Mut und so riet mir Michaela dazu, einen Blog ins Leben zu rufen.

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