Nachgefragt – Eure Fragen an medi

– unbezahlte Werbung, wg. Markennennung –

Wie ihr in diesem Artikel schon lesen konntet, haben wir einen tollen Einblick in das Werk von medi bekommen können. Aber vor allem war uns wichtig, eure Fragen mit in die Feedback Runde aufzunehmen. Hier sind nun die Antworten der Fachabteilung für Phlebologie.

Eure Fragen an medi

Gibt es eine Alternative zur Kompressionsversorgung für den Sport?

Wer mehr Flexibilität beim Sport braucht, findet sie vielleicht in einer mehrteiligen Versorgung, wie z. B. Leggings und Kniestrümpfe. CEP wäre im Falle des Auslassens der Kompression die beste Alternative. Hier findet ihr einen Test der Run Tights und hier eine Vorstellung noch weiterer CEP Produkte.

Was hat es mit der Färbekante auf sich?

Die Färbekante kann während des Färbevorgangs entstehen. Die Entstehung und deren Ausprägung ist von vielen Faktoren abhängig. Sollte dieses Problem bei Ihnen auftreten, kontaktieren Sie bitte Ihr Sanitätshaus und leiten Sie eine Reklamation ein. Wir arbeiten ständig daran uns auch hier weiter zu verbessern.

Armstrümpfe oder Bolero – was ist besser für mich?

Das kann man so pauschal nicht beantworten. Wir bevorzugen grundsätzlich Armstrümpfe in Kombination mit separaten Handschuhen zur Versorgung von Ödemen an den Armen. Jedoch gibt es Ausprägungen oder Berufe, bei welchen das Tragen eines Boleros sinnvoll ist. Sollten Sie also mit Ihren Armstrümpfen nicht zufrieden sein, sprechen Sie ihr Sanitätshaus darauf an. Boleros können im Einzelfall angefertigt werden. Hier muss man sich jedoch bewusst sein, dass auch der zusätzliche Stoff über den Rücken bei warmem Wetter belastend sein kann.

Wird es das zweifarbige Muster auch für Armstrümpfe geben?

Durch den einschlagenden Erfolg der Fashion-Elemente bei unserem mediven 550 Bein fühlen wir uns bestätigt, die Forschung auch auf die Armversorgungen zu projizieren. Da die Haut an den Armen deutlich empfindlicher ist und häufig zum mediven mondi esprit gegriffen wird, arbeiten wie hier noch an einer komfortablen und schönen Lösung.

Kann man den Abschluss am Bauch verstärken und damit das Umklappen verhindern?

Vielleicht kann man hier entgegenwirken, wenn man eine schmälere Abschluss Variante wählt. Ein stärkeres Haftband könnte zu sehr auf den Magen drücken oder einschneiden. Auch hier gibt es individuelle Lösungen und Zusätze, die Sie mit ihrem Sanitätshaus besprechen können.

Gibt es Versorgungen in verschiedenen Kompressionsklassen?

Ja, die gibt es. Sie können sich z. B. ein Leibteil in Kompressionsklasse 1 und die beiden Versorgungen in Kompressionsklasse 2 verschreiben lassen. So gelangt weniger Druck auf den Bauch, aber die volle Kompression an den Beinen bleibt erhalten. Verschiedene Kompressionsklassen am Stück gibt es aufgrund der Herstellungsweise jedoch noch nicht. Wenn Ihr sehen möchtet, wie die die Produktion funktioniert, könnt Ihr hier das Video vom Backstage-Artikel bei medi ansehen.

Wird es auch eine nahtlose Lösung geben?

Noch nicht. Zur Zeit gibt es noch keinen adäquaten Ersatz für eine Flachstrick Lösung ohne Naht. Sie ermöglicht individuellste Anpassungen an jede Art von Ausprägung und das hat höchste Priorität. Im Hintergrund wird schon fleißig geforscht und Patienten Feedback verarbeitet.

Könnte man die Naht schmälern oder unauffälliger produzieren?

Unsere Nähte sind besonders robust und sollen stärksten Bedingungen standhalten. Um das zu gewährleisten bedarf es einer gewissen Materialstärke. Durchsichtiges Garn würde hier für kein signifikantes Ergebnis sorgen, dafür ist das Gestrick zu intensiv.

Gibt es einen besonderen Grund, dass mediven forte in keinen Trendfarben erhältlich ist?

Danke für die Anregung. Gerne nehmen wir den Wunsch mit auf.


Eure Frage war noch nicht dabei? Schreibt uns in die Kommentare, was ihr gerne noch wissen möchtet. 

Handschrift_caroline

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Author: Caroline Sprott

Ich bin Caroline, 1989 geboren und wohne in Augsburg. Warum habe ich den Lipödem Mode-Blog ins Leben gerufen? Am Anfang meiner Diagnose stand ich völlig hilflos vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt, einige Jahre später, habe ich durch die aktive Anteilnahme in Selbsthilfegruppen und viel Recherche einen Erfahrungsschatz ansammelt, den ich gerne an einem Ort gebündelt anderen Betroffenen zugänglich machen möchte – ohne den Umweg über private Gruppen bei Facebook. Die modische Komponente ist natürlich meinem Hobby geschuldet. Ich versprach mir damals selbst, mich niemals von der Kompressionsbestrumpfung einschränken zu lassen. Diese Einstellung macht anderen Patientinnen Mut und so riet mir Michaela dazu, einen Blog ins Leben zu rufen.

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  • Hey ihr!
    Ich bin gestern auf euch gestoßen und freue mich jetzt schon, durch alle Beiträge zu stöbern!
    Ich dachte schon lange, dass ich wohl ein Lipödem habe, diagnostiziert wurde es allerdings erst vor einigen Wochen. Gestern kam meine erste Kompression an und es ist ein Wechselbad der GEfühle. Ich werde es wohl austesten müssen, gerade bin ich noch recht unglücklich damit. Die Armbestrumpfung wird wohl erst in ein paar Monaten erfolgen, darüber bin ich aber auch ganz froh, weil ich es mir im Sommer jetzt noch ziemlich schlimm vorstelle. Im Moment sind meine Beschwerden zum Glück auch nicht so stark, aber mal sehen.
    Also..to make a long story short: Ich freue mich, euch gefunden zu haben, und werde von nun an fleißig mitverfolgen 🙂

    LG
    Charlotte

    • Hallo liebe Charlotte!
      Willkommen „im Club“ sozusagen.
      Bei mir war es lustigerweise genau andersherum: als ich mit nackten Beinen vor dem Spiegel im Sanitätshaus stand, hab ich erstmal ein paar Tränen verdrückt. Kaum hatte ich die Kompression an – ganz andere Beine! Plötzlich eine Form! Besonders in schwarz finde ich mich jetzt (fast) hübsch.
      Kopf hoch – lass dich nicht unterkriegen. Man gewöhnt sich daran und gerade bei dieser Affenhitze trag ich sie gern – dann werden nämlich die Schmerzen auch besser!
      Liebe Grüße
      Roxana

  • Hey ihr!
    Ich bin gestern auf euch gestoßen und freue mich jetzt schon, durch alle Beiträge zu stöbern!
    Ich dachte schon lange, dass ich wohl ein Lipödem habe, diagnostiziert wurde es allerdings erst vor einigen Wochen. Gestern kam meine erste Kompression an und es ist ein Wechselbad der GEfühle. Ich werde es wohl austesten müssen, gerade bin ich noch recht unglücklich damit. Die Armbestrumpfung wird wohl erst in ein paar Monaten erfolgen, darüber bin ich aber auch ganz froh, weil ich es mir im Sommer jetzt noch ziemlich schlimm vorstelle. Im Moment sind meine Beschwerden zum Glück auch nicht so stark, aber mal sehen.
    To make a long story short: Ich freue mich, euch hier gefunden zu haben und werde ab nun mitverfolgen 🙂

    LG
    Charlotte

  • Tragt ihr eigentlich alle eure Kompression von Medi?

    Ich hatte vor meiner Diagnose normale Rundstrick-Oberschenkelstrümpfe von Medi, war aber dort von den Nähten an den Füßen nicht ganz überzeugt.

    Seitdem ich Flachstrick habe, trage ich Bauerfeind Curaflow. Übrigens als zweiteiliges System aus Leggings und Kniestrümpfen. Sehr komfortabel! An nicht so warmen Tagen kann man für ein paar Stunden sogar mal die Kniestrümpfe zugunsten von Sandalen weglassen 🙂
    Lasse mir jetzt aber eine Strumpfhose anfertigen… vielleicht finde ich doch den Mut, mein Kleid zu tragen. Noch weine ich jedes Mal, wenn ich die Beine darunter sehe, aber ihr inspiriert mich alle so sehr, dass ich mich gerne überwinden würde.

    Und noch eine Frage: kauft ihr euch die farbigen Kompris aus eigener Tasche oder sind das die halbjährlichen Kassenleistungen? Weil dann muss man ja ziemlich lange auf die passende Farbe warten, wenn man mal ein schickes neues Teil hat.

    Liebe Grüße
    Roxana

    • Hallo liebe Roxana,

      die meisten Farben lassen sich mit ein wenig Kreativität in jeden Kleiderschrank integrieren, also nur Mut! Wir tragen nicht alle Medi, sondern auch Juzo oder Jobst. Das ist ja sehr individuell, welche Marke einem mehr zusagt. 🙂

      Viele Grüße
      Caroline

  • Ich bin mit meiner Medi Kompressionsstrumpfhose grundsätzlich zufrieden, habe jedoch auch nach der 4. !!! Reklamation das Problem, dass sie in den Kniekehlen einschneiden, weil die Kniekomfortzone nicht auf, sondern weit über dem Knie sitzt. Warum ist das so schwer, dieses Problem zu beheben ???