Das Gefühl, ich sprenge die Ketten – Mehr als Lipödem

Und plötzlich war da dieses Gefühl, ein Gefühl das alles andere in den Schatten stellte. Lipödem war nicht mehr wichtig. Meine Beine waren egal, Schmerzen waren egal, ich war egal. Im Gegensatz zu den Problemen anderer erschienen mir meine Probleme auf einmal nichtig.

Ich möchte hier weder unsere Schmerzen noch unser Leid klein machen, wir haben eine Krankheit die ordnungsgemäß behandelt gehört. Doch, und jetzt kommt das große ABER, wir werden nicht daran sterben. Wenn ihr plötzlich wachgerüttelt werdet und dem Tod ins Auge blickt, werdet ihr es begreifen. Wichtig ist, dass wir die Zeit die wir haben mit denen die wir lieben genießen. Viel zu schnell ist diese vorbei, viel zu schnell ist man alleine.

Wir haben ein Problem, das sind WIR selber. Wir müssen lernen, unsere Gedanken zum positiven zu steuern und trotz allem erkennen, dass wir gar nicht so schlimm dran sind. Das klingt auch in meinen Augen sehr hart, doch es stimmt. Ich möchte mich nicht tagtäglich in meinem eigenen kleinen „Lipödem-Mitleidssee“ suhlen. Ich möchte davon los kommen, meine negativen Gedanken zurück stellen und nach vorne blicken. Auf das was ich kann, was ich machen werde, die Zukunft und vor allem auch mit wem ich Sie verbringen werde.

In letzter Zeit ist so viel in meinem Leben passiert, gekämpft, dicht an der Klippe gewesen, vorerst gewonnen, weiter gekämpft, tief gefallen, verloren, aufgestanden, wieder gekämpft. Das Leben ist ein Kampf und wir müssen es jeden Tag aufs Neue Herausfordern. Ich habe dabei allerdings keine Lust, mich täglich nur auf meine Beine und meine Krankheit zu reduzieren.

Mädels, ihr müsst etwas bewegen! In euch! Wir sind mehr als Beine, mehr als Lipödem!

In diesem Sinne

Handschrift Anja

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Author: annichen1989

Ich bin Anja und wurde am 10.02.1989 in Schwedt an der Oder geboren. Ich komme somit aus dem schönen Brandenburg. Beruflich bin ich tätig als Kauffrau für Bürokommunikation, ich unterstütze 2 Unternehmen mit meiner Arbeitskraft. Nebenbei bin ich als Künstlerin im Bereich Manga tätig. Ich wurde von der lieben Caroline eingeladen mich an diesem Blog zu beteiligen. Mir macht es Spaß, meine Gedanken zu teilen und ich hoffe, dass unsere Krankheit dadurch auch bekannter wird.

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