Sommerzeit – Schwerste Zeit: Kompression bei Hitze

Der „unbeschwerte“ Sommer

Jeder freut sich auf den Sommer. Wenn der November mal wieder allzu grau ist und der März sich wie Kaugummi zieht, denkt man gerne an die unbeschwerte Sommerzeit. Es ist lange hell und vor allem ist es wärmer und man muss sich nicht so einpacken. Soweit so gut.

Aber reden wir von diesem „wärmer“. Denn diese „es-wird-wärmer“-Hoffnung wird recht schnell von der „es-ist-zu-heiß“-Realität eingeholt. Sich dann noch jeden Morgen in die Kompression hineinzuquälen, wird von den meisten als zusätzliche Strafe empfunden. Außerdem hat man noch mehr als sonst mit den Einlagerungen und damit verbundenen Schmerzen zu kämpfen. Von den zusätzlichen Kilos reden wir gar nicht.

Why does it always rain on me?

 

„Ach, im Sommer geht mein Winterspeck ganz schnell weg – ich hab ja kaum Hunger in der Wärme.“

Sagt die Freundin und schleckt ein Eis dazu, während man im Kopf „Why does it always rain on me?“ singt, denn gerade im Sommer scheint das eigene Gewichtsmanagement Urlaub zu machen.

Das ist nicht verwunderlich, denn Hitze verschlechtert das Lipödem. Die Gefäße weiten sich und zu dem arbeitet das Lymphsystem schlechter. Als Folge daraus wird noch mehr Wasser ins Gewebe gedrückt und es kommt zu einer Erhöhung der Umfänge und fast zwangsläufig auch zu einer Erhöhung des Gewichtes.

Kompression bei Hitze

So qualvoll das auch klingen mag, aber das konsequente Tragen der Bestrumpfung gerade im Sommer, hilft das Ödem einzudämmen und Schmerzen zu reduzieren. Natürlich helfen hier auch die üblichen Tipps wie viel Trinken (am Besten lauwarmen Kräutertee) und Bewegung. Mit einem Spaziergang am Abend kann man einen Tag wunderbar abschließen und vermeidet dann auch die größte Hitze. Außerdem ist es ratsam auf eine ausreichende Versorgung mit Elektrolyten zu achten. Und wenn der Tag geschafft ist, nicht die Hautpflege vergessen. Ich verwende am liebsten reines Kokosöl.

An heißen Tagen trage ich meine Kompression gerne mit leichten Kleidern, lang oder kurz. Mit schönen leichten und fließenden Stoffen. Mal mit klaren Schnitten, aber gerne auch verspielt. Muss ich an dieser Stelle nochmals meine Liebe zu Jeanskleidern erwähnen? Toll sind auch Midi- oder Maxiröcke mit schönen Blusen. Für farbige und gemusterte Versorgungen bieten sich immer einfarbige Jersey- oder Jeansshorts an.

Aber seht selbst, ich habe ein paar Stylingmöglichkeiten zusammengestellt. Ich wünsche euch ein paar schöne und erträgliche Hochsommertage. Der Herbst kommt dann doch schneller als man denkt.

Author: Kristin

Mein Name ist Kristin, ich bin Mutter zweier Töchter und lebe in Oberbayern. Ich bin 39 Jahre alt und habe alle Phasen dieser Erkrankung mitgemacht: Diagnoseschock – erfolgreiche Gewichtsreduktion – OP und Rezidiv nach den Schwangerschaften. Der Alltag mit meiner Familie ist bunt und lustig und die schönste Zeit meines Lebens. Jedoch bleibt bei zwei Kleinkindern, Haushalt und Job oft wenig Zeit für sich selbst und das Lipödem. Ich möchte dazu ermuntern, dass es sich lohnt, in jeder Phase zu kämpfen – auch wenn man meint, den Kampf zwischenzeitlich verloren zu haben.

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  • Liebe Kristin, tolle Bilder. Kleider sehen auch mit Kompressionsstrümpfen sehr gut aus. Ich wünschte ich wäre so positiv wie du. Ich leide sehr darunter, gerade jetzt im Sommer überhaupt kein Gewicht zu verlieren, egal was ich tue und wie ich mich bewege… Hoffe auf den Herbst und Winter…Dir wünsche ich weiterhin eine so positive Einstellung und Ausstrahlung. LG Kirsten

  • Liebe Kristin, von welcher Marke sind deine Strümpfe, die hier eigentlich fast wie ganz normale Strumpfhosen aussehen? Ich bin Kompressionsneuling und noch wenig geschult im Erkennen von Flach- und Rundstrick und überhaupt!
    Danke schon mal

  • Hallo,
    ich trage seit dem ich Kompression tragen muss, im Sommer nur noch Röcke. Ein Tip: Ich habe meistens ne Sprühflasche mit Wasser dabei und sprühe meine Beine immer damit ein. Zumindest wenn es ganz knallheiss ist. Lieben Gruß an alle
    Bommel