Das Phönix Projekt – 1. Quartal

Das Phönix Projekt

Hallo Ihr Lieben,

es ist nun bereits ein viertel Jahr (!) her, seit dem wir euch aufgerufen haben eure bewegenden Momente mit dem Hashtag #LipödemPhönix und #PhönixProjekt zu versehen. Es ist in dieser Zeit so viel passiert und die Instagram Galerie zum Phönix Projekt nimmt täglich zu. Was für ein schönes Gefühl!

Es wird einfach mal Zeit für einen Rückblick. Die schönsten Momente aus dem 1. Quartal 2017 – die Phönix Momente. Wir wirbelten Asche auf und stiegen empor zu neuen Höhen oder zumindest so ähnlich. Ihr versteht, was ich meine.

Anja: Mein Phönix Moment – Ein neues Hobby

„Ich habe ein neues Hobby für mich entdeckt in dem ich voll und ganz aufgehe. Es ist das Nähen. Ich bin dort in meinem Element und kann mich kreativ austoben. Schon lange war ich nicht mehr so begeistert von einer Sache wie vom Nähen. Das ist etwas was mich so unheimlich entspannt und glücklich macht wie es kaum eine Sache schafft.“

Tanja: Mein Phönix Moment – Geteiltes Leid ist halbes Leid

„Ich war dieses Jahr bei zwei tollen Lipödem – Events dabei. Allein die waren schon jeder für sich ein Phönix Moment. Aber noch mehr die tollen wunderbaren Menschen die ich dort kennen lernen dürfen. Alle teilen das gleiche Schicksal. Aber sie gehen mit so einem Mut und einer Freude durch das Leben, dass es förmlich ansteckt. Ich freue mich immer wieder neue Bekanntschaften zu schließen, mit denen man sich austauschen, aber auch die schlechten Momente vergessen kann, weil sie dich genau verstehen.“

Laura: Mein Phönix Moment – Mein neues Mountainbike

„Länger schon war ich nicht mehr 100% glücklich mit meinem Hobby Triathlon. Das Schwimmen und Rad fahren hat mir schon immer Spaß gemacht, aber mit dem Laufen konnte ich mich nie wirklich anfreunden. Seit einiger Zeit habe ich nach einer neuen Sportart gesucht, bei der ich wieder richtig Spaß habe und bin letztendlich beim Mountainbike fahren hängen geblieben. So dauerte es auch nicht lange und ich habe mir ein eigenes Mountainbike zugelegt. Für mich persönlich ist es eine neue Motivation, mich täglich an der frischen Luft zu bewegen.“

https://www.instagram.com/p/BR5EnZyjytJ/

Caroline: Mein Phönix Moment – Über den Schatten springen

„Manchmal muss man seine Grenzen überschreiten und sich in neue Gewässer trauen. Das habe ich mit meinem ersten Vortrag im März auf dem Düsseldorfer Lymphtag gewagt und was soll ich sagen. Ich habe mich selbst Überrascht und im gleichen Atmenzug so ein wahnsinns Glücksgefühl erlebt, weil ich etwas getan habe, was ich mir selbst nie zutraute. Ich zehre bis heute von dieser Erleichterung und dem Stolz, über meinen eigenen Schatten gesprungen zu sein und meine Grenzen damit neu gesetzt zu haben. Wie sagt der Franzose so schön? The sky is the limit!

https://www.instagram.com/p/BR1Yod6jzhb
Und dies war sicherlich nicht der einzige Moment 2017. Manchmal muss man sich nur Erinnern. Kleine Dinge können großes bewirken. Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon mal über die positiven Dinge nachgedacht?

Auf Instagram tummeln sich eure Bilder nur so. Von tollen neuen Beinen, schöner Kompression, ein wunderbares lächeln, ein aufregender Moment, sportlichen Leistungen, Inspirierenden Food Kreationen ist alles dabei. Wir sind mächtig stolz, diese Momente mit euch miterleben zu dürfen und haben eine kleine aber feine Auswahl an Inspiration vom Phönix Projekt auf Instagram für euch zusammengestellt:

https://www.instagram.com/p/BSWoS2DhoQg/

#lipödemphönix #valinos

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https://www.instagram.com/p/BSQwGBaB0V_

https://www.instagram.com/p/BPgTbFZBgPQ

Ich möchte heute ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten über die Krankheit die mich begleitet: das Lipödem. * Es handelt sich dabei um eine krankhafte Fettverteilungsstörung (man geht davon aus dass sie hormonell bedingt ist, die Krankheit ist jedoch noch sehr wenig erforscht). Dabei kommt es zu krankhaften Fettansammlung im Unterhautgewebe vor allem an den Beinen, Hüften und am Po (nicht selten sind auch die Arme betroffen). Begleiterscheinungen der Krankheit sind Spannungsgefühle, Schmerzen und Ermüdungsgefühle in den Beinen, die meistens über den Tag schlimmer werden. * Bei Frauen, die vom Lipödem betroffen sind besteht häufig eine große Disproportion zwischen Ober- und Unterkörper –> Dicke Beine, aber schmale Taille (wie es bei mir auch der Fall ist). * Durch die Unterhautfettgewebevermehrung kommt häufig eine Neigung zu Ödemen (Wassereinlagerung) hinzu, da der Lymphabfluss durch das kranke Fett beeinträchtigt wird – daher wird das Lipödem mit manueller Lymphdreinage behandelt, um das Lymphsystem in seiner Arbeit zu unterstützen. Als Lipödempatientin trägt man außerdem maßgeschneiderte Kompressionshosen um das Gewebe zu stützen und das Lymphsystem zu unterstützen/ das Gewebe zu entstauen. * Eine Reduktion des krankhaft vermehrten Fettgewebes ist nicht möglich – durch Sport, Ernährung und die Kompressionstherapie kann lediglich das Fortschreiten der Krankheit aufgehalten/verlangsamt und das allgemeine Wohlbefinden verbessert werden. * Ich habe vor der Diagnose jahrelang mit mir gekämpft, mir eingeredet, dass ich einfach nicht diszipliniert genug bin – ich es nicht verdient habe dünn zu sein – in Wirklichkeit hätte mein Körper schon viel früher Unterstützung mit der Krankheit gebraucht.. Die Krankheit ist bei Ärzten und in der Gesellschaft so unbekannt, dass die Diagnose meistens erst nach einem sehr langen Leidensweg erfolgt (bei mir hat es 16 Jahre gedauert bis ich die Diagnose hatte!!). Ich muss nun lernen mit der Krankheit umzugehen und sie zu akzeptieren – daher auch der offene Umgang damit hier bei Instagram! #lipödem #positivebodyimage #lipödemkämpferin #kompression #loveyourbody #marathonmitlipödem #lipödemphönix #phönixprojekt #medivenstyle

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https://www.instagram.com/p/BR2o4fVAhC0/

https://www.instagram.com/p/BAdHmiVlB5v/

Ist es nicht toll? Wir sollten uns immer mehr auf die positiven Dinge konzentrieren. Wir sollten uns feiern und diese Momente zelebrieren. Wir sollten einfach mal Mensch sein, mit sympathischen Fehlern und mit Ecken und Kanten. Nur so sind wir richtig und wichtig.

Wir freuen uns weiterhin auf viele neue Phönix Momente – lasst uns teilhaben!

Anja

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Author: annichen1989

Ich bin Anja und wurde am 10.02.1989 in Schwedt an der Oder geboren. Ich komme somit aus dem schönen Brandenburg. Beruflich bin ich tätig als Kauffrau für Bürokommunikation, ich unterstütze 2 Unternehmen mit meiner Arbeitskraft. Nebenbei bin ich als Künstlerin im Bereich Manga tätig. Ich wurde von der lieben Caroline eingeladen mich an diesem Blog zu beteiligen. Mir macht es Spaß, meine Gedanken zu teilen und ich hoffe, dass unsere Krankheit dadurch auch bekannter wird.

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