Auf ein Wort! – Öfter über Lipödem reden

Über Lipödem reden. Viele von uns sind am Lipödem erkrankt und wissen es meistens nicht. Diese Krankheit ist leider kaum bekannt, viele Ärzte sind überfordert. Die Diagnose erfolgt wenn dann nur im Vorbeigehen. Aufklärung? Ein Fremdwort. Man fühlt sich mit dieser Krankheit wirklich allein gelassen.

Die ersten Schritte zu meistern ist schwer, gerade wenn man zu Hören bekommt, dass es unheilbar ist. Was einem da alles durch den Kopf geht. Es ist wie ein lauter Knall, nach dem man betäubt dasteht und nicht weiß, was man tun soll. Entweder findet man den richtigen Weg und bewegt sich ins Licht oder man bleibt bewegungslos.

Teilt eure Gedanken mit anderen. Eine gute Freundin, ein guter Freund, ein Familienmitglied. Redet darüber, wie viel Angst ihr habt das es schlimmer wird. Darüber, wie es sich anfühlt. Wie fremd man sich selber doch im eigenen Körper fühlt. Manchmal ist den Personen um uns herum gar nicht bewusst, wie sehr uns diese Krankheit körperlich, aber besonders auch psychisch, beeinflusst. Mit einem Lächeln oder einem lockeren Spruch versuchen wir unsere Traurigkeit zu überspielen. Doch das wird nicht ewig funktionieren.

Über Lipödem reden

Sucht Hilfe bei denen, die euch lieb sind und ihr werdet schnell merken, dass es ungemein hilft. Wenn andere wissen was euch bewegt, werden sie auch achtsamer mit euch sein. Wir sind nicht verpflichtet, unserem Arbeitgeber mitzuteilen an welchen Krankheiten wir leiden; ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass mein Chef wirklich Verständnis zeigte. Wenn ihr genug vertrauen und ein enges Verhältnis pflegt, dann sprecht es an.

Wir können selbst nur versuchen, diese Krankheit mehr Publik zu machen – wir sollten offen über Lipödem reden. So werden auch mehr Frauen von dieser Krankheit erfahren und sich beim Arzt vorstellen.

Es ist ein kleiner Teufelskreis

Diagnose Lipödem – wir schämen uns – sprechen nicht darüber – werden abgestempelt als „dick“ – schämen uns noch mehr – verstecken uns .

Es könnte aber auch ganz anders laufen:
Diagnose Lipödem – wir schämen uns – wir sprechen darüber – wir werden verstanden – fühlen uns aufgefangen – werden integriert.

Das würde jetzt natürlich nur den Idealfall zeigen, aber dennoch finde ich es wesentlich positiver! Wir sollten generell über unsere Probleme sprechen, aber das scheint in unserer Gesellschaft manchmal wirklich schwer zu sein. Ich möchte euch bitten, es einmal zu versuchen … natürlich gibt es Leute an denen man scheitern wird. Aber lasst euch davon nicht abhalten! Wir müssen selbst etwas bewegen, denn sonst bewegt sich nichts … Ja der Satz ist gekupfert – passt aber so schön 😉

Also in dem Sinne – Auf ein Wort!

Handschrift Anja

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Author: annichen1989

Ich bin Anja und wurde am 10.02.1989 in Schwedt an der Oder geboren. Ich komme somit aus dem schönen Brandenburg. Beruflich bin ich tätig als Kauffrau für Bürokommunikation, ich unterstütze 2 Unternehmen mit meiner Arbeitskraft. Nebenbei bin ich als Künstlerin im Bereich Manga tätig. Ich wurde von der lieben Caroline eingeladen mich an diesem Blog zu beteiligen. Mir macht es Spaß, meine Gedanken zu teilen und ich hoffe, dass unsere Krankheit dadurch auch bekannter wird.

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